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Schwarzfurter Kreuz

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2008

Schwarzfurter Kreuz 1

Schwarzfurter Kreuz - Bild 1

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2008

Schwarzfurter Kreuz 2

Schwarzfurter Kreuz - Bild 2

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2008

Schwarzfurter Kreuz 3

Schwarzfurter Kreuz - Bild 3

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2008

Schwarzfurter Kreuz, hl. Vitus 1

Schwarzfurter Kreuz - Bild 4

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2008

Schwarzfurter Kreuz, hl. Vitus 2

Schwarzfurter Kreuz - Bild 5

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2008

Schwarzfurter Kreuz, hl. Vitus 3

Schwarzfurter Kreuz - Bild 6
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Beschreibung

Das Schwarzfurter Kreuz im Westen von St. Veit war ein Grenzpunkt der St. Veiter Gerichtsbarkeit und wurde 1565 erstmals urkundlich in einem Protokoll der Burgfriedbereitung und dann noch einmal 1656 erwähnt. Im Zuge des Straßen-Neubaus 1959 ins Glantal wurde der Bildstock, der zu diesem Zeitpunkt unter der Bezeichnung Mansfelder Kreuz bekannt war, abgetragen. Wie ein erhalten gebliebenes Foto zeigen, glich der Bildstock in seiner ursprünglichen Form weitgehend dem 1603 entstandenen Friesacher bzw. Kölnhofer Kreuz in der Friesacher Straße/Ecke Kölnhofallee und geht vermutlich auf die selbe Zeit zurück.
Die Idee zur Neuerrichtung dieses Kreuzes stammt vom Verschönerungsverein Sankt Veit unter der Führung von AR Egger, der zu einer Spendenaktion für die Wiedererrichtung des Denkmals aufrief. Gemeinsam mit der Stadtgemeinde Sankt Veit konnte das Projekt im Jahr 2006 verwirklicht werden. Die Figur des hl. Vitus im Ölfass im Zentrum des Bildstockes ist aus Sölker Marmor gefertigt und wurde vom Künstler Herbert Unterberger aus Hermagor gestaltet.
Der Bildstock ist nach Süden ausgerichtet.

Legende, Geschichte, Sage

Das Schwarzfurter Kreuz steht an der ehemaligen Burgfriedgrenze von St. Veit, wie aus dem Bereitungsprotokoll des Jahres 1565 hervorgeht. Der Burgfried war im Mittelalter jener Bezirk um eine feste Burg, innerhalb dessen die Unverletzlichkeit der darin lebenden Personen rechtlich gesichert war. Die Grenzen dieser Bezirke wurden in bestimmten Abständen abgeschritten, meist wohl zu Pferd, wie sich aus der Bezeichnung "Bereitung" ableiten lässt.
Im Protokoll der Bereitung der Herrschaft Karlsberg, verfasst vom zuständigen Pfleger Sebastian Rainer im Jahr 1565, heißt es wörtlich: "Vermerkt das landgericht Kharlsperg, wo es mit sein pidmarchen und confinen anstost oder raint wie hernach volgt. Erstlichen geht es von Kharlsperg aus und geht bis gen Ranndorf (= Rohnsdorf)....und nach derselbigen strassen an ain gemauertes creutz, das da vor der statt Sannd Veit steet (gemeint ist das Schwarzfurter Kreuz)....durch ab auf ainen weg, der da get fur Sanndt Veider halsgericht und ab wider in ain gemauertes kreutz, da auch vor Sanndt Veider statt stet (das heute noch bestehende Kollerhofkreuz in Glandorf)...und hin fur Tanntzenberg zwischen des mairhofs und schloss und nach demselbigen weg garaus in ain gemauertes Kreutz, das da steht unter Pärttschach.... (gemeint ist das "Rote Kreuz" bei Pörtschach am Berg). Laut den Angaben des Volkskundlers Eduard Skudnigg führten die Fronleichnahmsprozessionen seinerzeit (vermutlich bis Mitte des 20. Jhs.) in einer großen Runde von der St. Veit Pfarrkirche zum Schwarzfurter- und zum Friesacher Kreuz.
Der Name des Kreuzes leitet sich von dem Umstand ab, dass sich sein einstiger Standort unweit der Furt über die Glan auf Höhe des ehemaligen Reidenwirtes an der Abzweigung von der Villacher Straße nach Klagenfurt befand.

Motive / Inschriften

Der Bildstock besitzt eine Skulptur des hl. Vitus. Eine davor aufgestellte Inschriftentafel erläutert die Geschichte dieses bedeutenden Flurdenkmals.

Gemeinde

St. Veit a. d. Glan

Standort

Das Kreuz steht an der Ossiacher Bundesstraße Ecke Prof. Anton Schmied Weg im Westen von St. Veit.
Ossiacher Bundesstraße
9300 St. Veit a. d. Glan

Entstehungszeit

16. Jh; urkundlich erstmals 1565 erwähnt

KünstlerIn

Herbert Unterberger

Eigentümer / Betreuer

Stadtgemeinde St. Veit a. d. Glan

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