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Grabinschrift des Cotunnus

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2020

Grabinschrift des Cotunnus 1

Grabinschrift des Cotunnus - Bild 1

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2020

Grabinschrift des Cotunnus 2

Grabinschrift des Cotunnus - Bild 2

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2020

Grabinschrift des Cotunnus 3

Grabinschrift des Cotunnus - Bild 3

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2020

Grabinschrift des Cotunnus 4

Grabinschrift des Cotunnus - Bild 4
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Beschreibung

Die querrechteckige Marmorplatte an der Außenseite des Chores der Pfarrkirche von Hörzendorf wurde erst um das Jahr 2005 unter dem alten Verputz entdeckt und besitzt eine gut erhaltene Grabinschrift zu Ehren des Cotunnus.

Legende, Geschichte, Sage

Den Angaben von Gernot Piccottini, Archäologe und Epigraphiker, zufolge, weist der
Name Cotunnus auf einen Einheimischen hin. Sein Bruder Septumus (ältere Form für Septimus), ebensolcher Herkunft, trägt aber bereits einen römischen Zunamen. Beide sind Sklaven des römischen Bürgers Tiberius Iulius Respectus, wobei diese Bürgerrechtsverleihung während der ersten Hälfte des 1. Jh. n. Chr., vermutlich während der Regierungszeit des Kaisers Tiberius (14–37 n. Chr.) erfolgt sein dürfte. Selten, ja geradezu einmalig hingegen seien - den Ausführungen Piccottinis zufolge - die auf der Grabinschriftplatte verwendeten Formulierungen "errichtet durch den Bruder" sowie "auf herrschaftliche Kosten", also auf Kosten des Tiberius Iulius Respectus, des Herrn (dominus) der beiden Sklaven.

Motive / Inschriften

Cotunno / Ti(beri) Iuli(i) Resp(e)cti ser(vo) / per Septumum / fratrem impensa / dominica.
Übersetzt bedeutet dies: Dem Cotunnus, dem Sklaven des Tiberius Iulius Respectus, (errichtet) durch den Bruder Septumus auf herrschaftliche Kosten.

Gemeinde

St. Veit a. d. Glan

Standort

Die Marmorplatte ist an einem nordöstlichen Strebepfeiler des Chores eingemauert.
Seestraße
9300 St. Veit a. d. Glan

Entstehungszeit

1 n. Chr. - 70 n. Chr.

Eigentümer / Betreuer

Pfarre Hörzendorf