Login



KULTURDENKMÄLER in KÄRNTEN und SLOWENIEN

left
right
Kreuz beim Forsthaus Rassing Ziegelgitterfenster vulgo Zechner Kriegerdenkmal Jakling Eberhard Kapelle Dreifaltigkeitssäule Ruhdorfer Kreuz Straßnigkreuz Erdfall Brunnbauer Kreuz Plaschehofkreuz Podlop Kapelle Ziegelgitter beim Lindenhof Stich’n Kreuz Denkmal des Nationalbefreiungskampfes im Wald bei Pik 10.-Oktober-Brunnen Rojak-Speicher Franc Pasterk Lenart Denkmal Statue Maria Immaculata Kapelle bei der Schule in Zgornji Razbor
St. Leonharder Kreuz

Legende, Sage, Geschichte

Früher wurde am Jakobisonntag (um den 25. Juli) eine Prozession mit Feld- und Viehsegnung am Bildstock vorbeigeführt.

Der Bildstock diente auch als Totenrast, da die Verstorbenen von St. Leonhard zur Pfarrkirche nach Wölfnitz getragen werden mussten, um dort beerdigt zu werden.

Beschreibung

Auf fast 1.300 m Seehöhe steht nördlich der Filialkirche von St. Leonhard an der Saualpe ein spätgotischer Bildstock, welcher vermutlich zeitgleich mit der bekannten Wallfahrtskirche, deren Bau 1451 begonnen wurde, errichtet worden ist.
Der Sockel ist etwa einen halben Meter im Boden versunken, so dass der Schaft nur mit einem Teil seiner Gesamthöhe aus der Erde ragt. Die Ausschwingung des Schaftes vollzieht sich nur nach drei Seiten, bergwärts hat man sich diese Arbeit erspart. Der Bildabschnitt weist drei Nischen auf und das mit Eternitschindeln gedeckte Pyramidendach liegt ohne nennenswertes Gesims auf dem Mauerwerk auf. Bis zur letzten Renovierung im Jahr 1990 bildete ein Kugelknauf mit Wetterhahn den oberen Abschluss, heute besteht die Dachzier nur mehr aus einem einfachen Kreuz.

Im Schaft befindet sich an der Südseite eine kielbogenförmige Opfernische. Sie ist der interessanteste Teil am Bildstock. Die Opfernische ist in fachmännischer Weise als Eselsrücken gearbeitet, dessen Kanten abgeschrägt und in gleicher, aber verkleinerter Form in die Nische übergehen. Der Boden ist waagrecht, besitzt eine Vertiefung, die mit einer schweren Eisenplatte verschließbar ist. Ein Vorlegeeisen mit Bogenschloss sicherte diesen Opferstock.

Bis in das Jahr 1990 zeigten die drei Tabernakelnischen im Osten Maria mit dem Kind, im Süden den hl. Leonhard vor einem Kerker, aus dessen vergittertem Fenster Gefangene schauen, unter dem Fenster drei nackte Gefangene, rechts im Bild war die gegenüberliegende Kirche zu erkennen. Die Westnische zeigte den Gekreuzigten mit Maria und Johannes.

Öffentlich zugänglich.

Weitere Details