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KULTURDENKMÄLER in KÄRNTEN und SLOWENIEN

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Separation Žerjav

Legende, Sage, Geschichte

Erste Schriftquellen über dem Abbau des Bleierzes im slowenischen Kärnten reichen in das Jahr 1665, wie es in der Urkunde steht, die Siegmund Ottenfeld die Förderung des Bleiglanzes in Črna erlaubte. Es wechselten sich zahlreiche Besitzer ab, bis das österreichische Unternehmer Bleiberger Berkwerks-Union im 19. Jahrhundert alle kleinere Bergwerke kaufte und das Erz planmäßig abzubauen begann. Das Bergwesen entwickelte sich und es gab immer mehr Maschinenförderung. Das Erz wurde ärmer und auch mehr verschlossen. Ein schlechteres Erz, eine Konzentration der Erzförderung aus dem Stollen und eine Verbindung des gesamten Betriebs in der unmittelbaren Nähe der Bleihütte – das alles waren die Ursachen für den Bau einer großen Separation in Žerjav. Der Bau wurde im Jahr 1912 begonnen, und zwei Jahre danach begann die Separation schon zu funktionieren.
Die Pläne verfasste das Unternehmen Humboldt aus Köln. Die Separation wurde in vier Stufen gebaut, auf steilem Felsenhang, am rechten Ufer des Flusses Meža (Mieß). Sie war 55,7 m hoch. Solcher Bau wurde gewählt, um für den Transport des ausgegrabenen Materials die Schwerkraft zu nutzen. Neben dem Zentralobjekt wurde auch eine Seilbahn für die Zufahrt des Erzes in die Separation, die Abfahrt von Konzentraten in die Bleihütte und die Abfahrt vom Nebengestein aus der Sammlung und der Deponiegrube gebaut.
Im ersten, am meisten hohen Teil des Gebäudes, waren Erzspeicher, Transformatoren und Schaltanlagen, im zweiten Teil grobe Separation, Sortierung und Zerkleinerung des Erzes, im dritten Teil aber Abscheider, Seigerbecken der Konzentrate und Reinigungskonusse. Im letzten, unteren Teil des Gebäudes, waren Schlammabscheider, Speicher für Konzentrate und Seilbahnstrecke für den Transport von Konzentraten in die Bleihütte und die Öffnung des Sammelkanals für das Nebengestein, wovon es in die Wagen der Seilbahn aufgeladen und auf die Deponie geführt wurde.
Erst im Jahr 1930 bekam das Bergwerk Mežica ein Labor, vorher wurden die Proben für die Analyse nach Klagenfurt geschickt. Für damalige Zeiten war die Bleiausbeute sehr hoch, während fast 70% des Zinkes auf eine Deponie geführt wurde. Nach dem Jahr 1930, nach der Entwicklung einer neuen Separationstechnik –Flotation, erhöhte sich die Zinkausbeute sogar auf 96%.
Mit einer Rekonstruktion der alten Separation und der Einführung von einheimischen Maschinen für die Flotation, verringerten sich die Kosten sehr. Der Krieg verhinderte die Einführung der Separation von schweren Metallen, die erst im Jahr 1952 begann. Nach dem Krieg wurden neue Maschinen und die Anlagen aus der verlassenen Separation des Bergwerks Mačkatica und Flotationsmaschinen aus Bor eingebaut.
Mit immer kleinerem Gehalt vom Blei und Zink zeigte sich ein Bedürfnis nach Maschinenverbesserung so, dass das Erz mit einigen Veränderungen bis zum Jahr 1994 separiert wurde, als das Bergwerk die Produktion beendete.
Quelle: Mežica 1994, O podobi in preteklosti kraja ob njegovi 840-letnici, Seite 91-92; Dean Damjanović, Separacija, Zgodnja industrijska arhitektura na Slovenskem, DEKD, 2002, Seite 197-200.

Beschreibung

Das treppenartige Bergwerksobjekt hat eine Ziegelstahlkonstruktion und steht wegen einer besonderen technologischen Art der Erzverarbeitung in einem Berg. Das Objekt wurde im Jahr 1912 gebaut und ist das einzige erhaltene Gebäude von solchen Objekten in Slowenien.
Seine Zweckbestimmung blieb unverändert und zwar die Trennung der reinen Blei- und Zinkkonzentraten vom tauben Gestein und heute die Förderung und die Verarbeitung der Steinaggregate und die Herstellung von industriell vorbereiteten, trockenen Mörtelmischungen.

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