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KULTURDENKMÄLER in KÄRNTEN und SLOWENIEN

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Ganglstöckl

Legende, Sage, Geschichte

Zwischen Ganglstöckl und Hauserstöckl in Reisach erstreckte sich ein ganz besonderer Besitz der Görzer Grafen. Darauf weisen die am Bildstock abgebildeten Wappen und die Inschrift am Römerstein, nach der dem Gut ausnahmsweise zwei hohe Beamte als Verwalter (Villici) vorgestanden sind.

Quelle: Markl, Josef/Gutterer, Margarete, Flurdenkmäler in Kärnten. Wegkreuze und Bildstöcke, Klagenfurt 1991.

Beschreibung

An der Westeinfahrt von Reisach steht das wunderschöne Ganglstöckl. Auf kurzem, quadratischem Sockel erhebt sich der kräftige Schaftpfeiler, darauf ruht der kubische Nischenaufsatz. Auf ihm liegt ein flaches, mit Holzschindeln gedecktes Pyramidendach ohne Blechabdeckung und Kreuz auf.

Die Ostseite des Schaftes trägt einen römischen Schriftstein. Der Stein soll aus Gurina stammen, weist schöne Schriftzüge auf und wird um 230 n. Ch. datiert.

Die Süd- und Westseite des Schaftes sind gestrichen, auf der Nordseite ist die Tabernakelnische auf den Pfeiler nach unten verlängert. Die drei übrigen Nischen zeigen Rundbogen mit schwach gewölbtem Grund. Die spätgotische Freskomalerei macht den Stock zu einem der bedeutendsten Bildstöcke in Kärnten.

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