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KULTURDENKMÄLER in KÄRNTEN und SLOWENIEN

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Bettlerkreuz

Legende, Sage, Geschichte

Ursprünglich stand der Bildstock 100 m weiter im Norden, dort, wo der im Jahre 1822 gefundene römische Meilenstein aus der Zeit des Septimus Severus (200 n. Chr.) stand. Die Entfernung vom einstigen Virunum beträgt an dieser Stelle genau 10 Meilen. Nach dem 2. Weltkrieg wurde der Bildstock auf seinen heutigen Platz verlegt.
Einst verweilte nahezu jeder Vorbeikommende an diesem ehrwürdigen Wahrzeichen, meint Herbert Strutz, „sei es, um sich mit dem Allmächtigen zu verständigen, um ihm dieses oder jenes anzuvertrauen, oder um besinnlich Aus- und Umschau zu halten. Denn weit ins offene Land schweift von hier aus der offene Blick“. Sicher ist, dass sich an einer so belebten Straßenkreuzung schon immer gerne Wanderer und Bettler aufgehalten haben. An dieser alten Straßenkreuzung zwischen Maria Saal und Celje einerseits, und Klagenfurt und Völkermarkt andererseits, hatten sie sicher mehr Erfolg, ein Almosen von den vorüberkommenden Fuhrleuten zu bekommen oder gar mitgenommen zu werden.
Über die Herkunft des Namens sowie über die Entstehungszeit des Bildstockes besteht keine einhellige Auffassung. Das Bettlerkreuz könnte auch ein Peststock sein, da andere dieser Art in unmittelbarer Nähe stehen: das Pestkreuz in Wabelsdorf, das Lobisser Kreuz und das Eiersdorfer Kreuz. Es könnte aber auch ein Nachfolger jener laubenartigen Kleintempel sein, wie es deren zur Keltenzeit in Wabelsdorf gleich sechs gab.

Quelle: Homepage der Propsteipfarre Tainach (http://www.mjt.at/tainach.htm)

Beschreibung

Die Pfarrkirche in Tainach war seit Menschengedenken Jahr für Jahr das Ziel frommer Wallfahrer aus allen Landesteilen. Die Prozessionen von Westen sammelten sich an der Wegabzweigung von der Hauptstraße. Hier steht das berühmte Bettlerkreuz. Die Berühmtheit erreichte dieser Bildstock wegen seiner einmaligen Gestalt. Ein ländlicher Maurer hat da einen sich nach oben hin ein wenig verjüngenden Pfeiler mit einer Nische, deren Rückwand ein Christophorusfresko trägt, an den Straßenrand gestellt und mit diesem bescheidenen Mauerwerk einem Zimmerermeister einen Sockel für eine eigenwillige Dachform geschaffen.
Die Dachform besteht aus einem breiten Schirm, dessen Mitte eine kleine, glockenstuhlartige „Laterne“ trägt, dem ein kegelförmiges, zierliches Dächlein aufgesetzt ist. Der ganze graziöse Aufbau mit dem dreifach gestapelten Spanspindeldach und seinen weichen, geschweiften Kanten und Graten erinnert fast an ein chinesisches Türmlein.

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