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Giebel eines romanischen Doppelfensters

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2022

Gotisierender Giebel mit Wappentierstein 1

Giebel eines romanischen Doppelfensters - Bild 1

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2022

Gotisierender Giebel mit Wappentierstein 2

Giebel eines romanischen Doppelfensters - Bild 2
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Beschreibung

Der gotisierende Giebel eines romanischen Doppelfensters stammt vom Bergfried der Burg Karlsberg und wurde nach dem Verfall desselben zum Schloss Karlsberg übertragen. Er zeigt den heraldisch stilisierten "Auf" (Uhu) der aus Tirol stammenden Herren von Aufenstein, welche 1173 erstmals erwähnt werden. Sie waren Ministerialen der Grafen von Tirol. Der Name der Aufensteiner (auch Uvenstein) leitet sich von "Auff", der mittelalterlichen Bezeichnung von Uhu, ab, entsprechend findet sich im Wappen der Herren von Aufenstein ein Uhu.

Legende, Geschichte, Sage

Konrad III. von Aufenstein († 1338) war 1292 an der Niederschlagung eines Kärntner Adelsaufstandes gegen Graf Meinhard II. von Tirol beteiligt. Als Belohnung erhielt er das Marschallamt in Kärnten sowie Burg und Herrschaft Karlsberg. 1304 wurde Konrad Landeshauptmann von Kärnten. Er war es, der den Wappentierstein im Giebel des Doppelfensters der Burg Karlsberg anbringen ließ. Nach dem Tode seines Bruders Heinrich II. erbte Konrad III. auch dessen Tiroler Besitz inklusive seiner Stammburg Aufenstein. 1323 stiftete er das Klarissinnenkloster in St. Veit an der Glan, welches zur Familiengrabstätte wurde. Nach dem Sturz der Aufensteiner im Jahr 1368 fiel die Burg Karlsberg an den Landesherren zurück.
Das Geschlecht der Aufensteiner starb Ende des 14. Jahrhunderts aus.

Gemeinde

St. Veit a. d. Glan

Standort

Der Giebel des Doppelfensters ist in der Gartenmauer des Schlosses integriert.
Karlsberg 1
9300 St. Veit a. d. Glan

Eigentümer / Betreuer

Fam. Dr. Peter Goëss