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Steinskulptur hl. Veit

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2021

Steinskulptur hl. Veit 1

Steinskulptur hl. Veit - Bild 1

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2021

Steinskulptur hl. Veit 2

Steinskulptur hl. Veit - Bild 2

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2021

Steinskulptur hl. Veit 3

Steinskulptur hl. Veit - Bild 3

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2021

Steinskulptur hl. Veit 4

Steinskulptur hl. Veit - Bild 4

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2021

Steinskulptur hl. Veit 5

Steinskulptur hl. Veit - Bild 5

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2021

Steinskulptur hl. Veit, Konsole

Steinskulptur hl. Veit - Bild 6
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Beschreibung

Das zweigeschoßige Gebäude am St. Veit Hauptplatz, in welchem die Buchhandlung Besold untergebracht ist, besitzt an der Ecke des Obergeschoßes eine spätgotische Steinskulptur hl. Veit mit Konsole, Nische und Baldachin, wobei sich am Sockel das Hauszeichen der Familie Kaltenhauser befindet.
Die Statue wurde im Jahr 2005 aus Anlass des 100-jährigen Bestehens der Rotarier durch den Rotary Club St. Veit a. d. Glan (gegründet 1969) restauriert.

Legende, Geschichte, Sage

Der hl. Veit zählt zu den 14 Nothelfern, die in der katholischen Kirche als Schutzpatrone im Gebet angerufen werden. Der um 304 als Märtyrer bei Eboli in Italien verstorbene Veit soll einer Legende zufolge als Sohn eines heidnischen Senators geboren und von seinem Erzieher Modestus und seiner Amme zum Glauben bekehrt worden sein.
Im Ökumenischen Heiligenlexikon lässt sich dazu folgendes nachlesen:
Schon als 7-jähriger wirkte er Wunder und wurde deshalb von seinem Vater geschlagen und vor den für die Verfolgungen unter Diokletian zuständigen Richter gebracht, weil er nicht von seinem Glauben lassen wollte. Auch der Richter befahl, ihn zu schlagen, aber dem Richter und seinen Knechten verdorrten die Arme, worauf Veit betete und sie heilte. Der Vater schloss ihn mit musizierenden und tanzenden Mädchen ein, die ihn verführen sollten. Als er ihn dabei durchs Schlüsselloch beobachtete, sah er seinen Sohn von sieben Engeln umgeben und wurde blind. Er gelobte vergeblich, einen Stier mit goldenen Hörnern im Jupiter-Tempel zu opfern; erst das Gebet des Sohnes heilte ihn. Trotzdem trachtete der wütende Vater seinem Sohn nun nach dem Leben, aber ein Engel veranlasste Veit, mit seinem Lehrer Modestus und seiner Amme Creszentia auf einem Schiff nach Lukanien zu fliehen, wo ihnen ein Adler Brot brachte. Veit und seine Begleiter wurden entdeckt und zu Kaiser Diokletian nach Rom gerufen. Veit heilte zwar den besessenen Sohn des Kaisers, aber er weigerte sich auch jetzt, den Göttern zu opfern und wurde mit Modestus und Crescentia ins Gefängnis geworfen. Die schweren Eisenplatten, die sie erdrücken sollten, fielen von ihnen und Engel erleuchteten die Finsternis des Kerkers. Man warf sie in einen heißen Ölkessel, aber sie stiegen unversehrt heraus. Dann wurde ein Löwe auf Veit und seine Gefährten gehetzt, aber der legte sich zahm zu ihren Füßen und leckte sie. Mit Modestus auf die Folterbank gespannt, um mit Haken zerfleischt zu werden, zerschlugen Blitze das Martergerät; ein Erdbeben ließ die Tempel rundum einstürzen, die Folterknechte und das entsetzt fliehende Volk wurden von den Trümmern erschlagen. Engel lösten Veit, Modestus und Crescentia von ihren Fesseln, brachten sie nach Lukanien zurück und betteten sie am Ufer des Flusses Sele nahe Santa Cecilia bei Eboli, wo sie ruhten und sanft im Gebet ihre Seelen aufgaben. Adler bewachten ihre Leiber, bis die fromme Witwe Florentia sie fand und bestattete.

Gemeinde

St. Veit a. d. Glan

Denkmalschutznummer

80735

Standort

Die Steinerne Statue befindet sich am Hauseck der Buchhandlung Besold am Durchgang zum Pfarrkirche, die dem hl. Veit geweiht ist.
Hauptplatz 14
9300 St. Veit a. d. Glan

Entstehungszeit

um 1460/80