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Rannerkreuz

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2020

Rannerkreuz 1

Rannerkreuz - Bild 1

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2020

Rannerkreuz 2

Rannerkreuz - Bild 2

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2020

Rannerkreuz 3

Rannerkreuz - Bild 3

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2020

Rannerkreuz 4

Rannerkreuz - Bild 4

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2020

Rannerkreuz 5

Rannerkreuz - Bild 5

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2020

Rannerkreuz 6

Rannerkreuz - Bild 6

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2020

Rannerkreuz 7

Rannerkreuz - Bild 7
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Beschreibung

Das Rannerkreuz ist ein sogenannter Giebelbildstock mit einem Satteldach und einer bis zum Boden reichenden Rundbogennische, die eine Darstellung des dornengekrönten Christus zeigt. Die erste schriftliche Erwähnung des Bildstockes findet sich 1861 im Memorabilienbuch der Pfarre Projern, wo zu lesen steht: "Die kleine Kapelle oder Rannerkreuz wurde vom Maler Haberl im Mai 1861 auf Kosten des Andreas Bluch, Besitzers vulgo Ranner und Mente, renoviert um 8 Gulden ohne Verpflegung. Weiters ist überliefert, dass der Bildstock während des zweiten Weltkriegs "durch Frevlerhand arg verunreinigt worden ist und selbst dem Kruzifix die Arme ausgerissen wurden." Der damalige Besitzer Hans Kropf vulgo Ranner ließ daraufhin den Bildstock renovieren und mit einer eisernen Gittertür ausstatten. Die Segnung des Bildstockes erfolgte am 16. August 1947. Eine weitere Renovierung erfolgte Mitte der 1970-er Jahre. Das Bild des dornengekrönten Christus stammt von Vincenz Svobodnik.

Legende, Geschichte, Sage

Die Entstehungsgeschichte des Bildstockes ist nicht bekannt. Er ist im Mai Ausgangspunkt des alljährlichen Bittganges zur Projerner Pfarrkirche.
Im Franziszeischen Kataster findet sich für das Gehöft vulgo Ranner noch die Schreibweise vulgo Rainer.

Im Buch "Sagen aus Kärnten" von Georg Graber ist folgende Geschichte zum Rannerkreuz überliefert:
"Auf Schloss Karlsberg, zu dessen Füßen das Dörfchen Projern liegt, hauste vor langer Zeit ein Pfleger, der seine Freude daran hatte, Unschuldige in den Burgturm zu werfen und foltern zu lassen. Weitum war er wegen seiner Rohheit und Ungerechtigkeit gefürchtet. Öfter fuhr er nach St. Veit, um dort Geschäfte abzuwickeln oder Einkäufe zu besorgen. Eines Tags kehrte er mit seinem Wagen von der Stadt zurück. Als er nun an die Stelle kam, wo heute das Kreuz steht, hörte er die Gefolterten auf Karlsberg jammern. Er hatte nämlich vor seiner Fahrt in die Stadt den Knechten aufgetragen, die Gefangenen bis zu seiner Rückkehr mürbe zu machen, sie bis zur Bewusstlosigkeit zu foltern und zu quälen. Schadenfroh rief er dem Kutscher zu: "Hörst du, wie schön meine Engelchen singen?" Im nächsten Augenblick vernahm der Kutscher einen furchtbaren Donnerschlag. Als er sich umdrehte, um nach seinem Herrn zu schauen, da erfasste ihn das blanke Ensetzen und er machte schnell ein Kreuzzeichen auf seine Stirn: dort, wo vor wenigen Augenblicken noch der Verwalter gesessen hatte, erhob sich eine nach Schwefel stinkende schwarze Wolke und entschwand in die Ferne. Der Teufel war mit dem Frevler in die Hölle gefahren.
Die Leute aber errichteten an jener Stelle ein Kreuz, um seinen bösen Geist von dem Ort abzuhalten. Alle die ein schlechtes Gewissen haben, gehen seither nur mit Bangen an diesem Kreuz vorbei."

Gemeinde

St. Veit a. d. Glan

Standort

Der Bildstock steht an der Verbindungsstraße nach Projern westlich des Rannerteiches bei der Abzweigung zum Gehöft vulgo Thurmweber.
Projernerweg
9300 St. Veit a. d. Glan

KünstlerIn

Vincenz Svobodnik

Eigentümer / Betreuer

Fam. Kropf vulgo Ranner