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Fassade Rathaus St. Veit

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2021

Fassade Rathaus St. Veit 1

Fassade Rathaus St. Veit - Bild 1

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2021

Fassade Rathaus St. Veit 2

Fassade Rathaus St. Veit - Bild 2

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2021

Fassade Rathaus St. Veit 3

Fassade Rathaus St. Veit - Bild 3

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2021

Fassade Rathaus St. Veit 4

Fassade Rathaus St. Veit - Bild 4

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2021

Fassade Rathaus St. Veit 5

Fassade Rathaus St. Veit - Bild 5

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2021

Fassade Rathaus St. Veit 6

Fassade Rathaus St. Veit - Bild 6

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2021

Fassade Rathaus St. Veit 7

Fassade Rathaus St. Veit - Bild 7
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Beschreibung

Die aufwändig gestaltete Fassade des St. Veiter Rathauses in der Mitte des Hauptplatzes zieht unweigerlich die Blicke der Stadtbesucher auf sich. Der im Kern gotische Bau des 15. Jhs., welchen man über ein profiliertes Kielbogenportal betritt, erfuhr im 16. und 18. Jh. einige Veränderungen. Gleich über dem Eingang ist eine mit 1468 bezeichnete hochrechteckige Bronzetafel mit einer Spruchinschrift aus dem Jahr 1468 angebracht. Die Gusstafel, ein spätgotisches Werkstück, wird seitlich von Fialen begrenzt und durch Bögen und Zierleisten in mehrere Felder unterteilt. Ein kielbogenförmiges Maßwerk bildet den oberen Abschluss der Tafel. Im Mittelfeld befindet sich der Spruch "Aeins mans red ein halbe red. Man sol sy verhoren bed." aus dem Sachsenspiegel. Darunter befindet sich das Kärntner Wappen und über dem Text das Reichswappen flankiert von zwei knienden Engeln. Über dem Kielbogenmaßwerk sind links der hl. Vitus als Knabe, rechts der hl. Laurentius und in den beiden unteren Zwickelfeldern links der hl. Andreas und der hl. Sebald mit einer doppeltürmigen Kirche und Pilgerstab dargestellt. Als Stifter der Bronzetafel gilt die Familie Anna (geb. Kares) und Hans Kaltenhauser d. Ä. Letzerer ist bereits 1457 in St Veit nachweisbar und bekleidete hier u. a. auch das Amt des Stadtrichters.
1754/55 erfolgte eine barocke Umgestaltung der Rathausfassade durch den landschaftlichen Stukkateur Marx Josef Pittner mit einem Wellengiebel, welcher den kaiserlichen Doppeladler mit dem hl. Vitus am Brustschild und mit dem Kärntner Herzogshut, flankiert von Fahnen und Waffendarstellungen, zeigt. Die Fassade erhielt außerdem reichen Stukkdekor mit Blumengirlanden an den Fensterverdachungen und Trophäenschmuck zwischen den Fensterachsen.
Die lebensgroße Statue der Justitia in der Fassadenmitte wird Johann Pacher zugeschrieben. Die Wasserspeier in Drachenform, das Oberlichtgitter des Portales mit dem hl. Vitus und die Schmiedeeisengeländer in der Einfahrt wurden schließlich 1754 vom St. Veiter Kunstschmied Franz Ortner gefertigt.

Legende, Geschichte, Sage

Beim St. Veiter Rathaus handelt es sich um einen 3-geschoßigen im Kern gotischen Bau, welcher im 16. und 18. Jh. verändert wurde.
Der Arkadenhof mit toskanischen Säulen und Sgraffitodekoration, der Balustersäulchen imitiert und die Bogenzwickel dekorativ füllt, geht auf die Zeit um 1540 zurück. Erweiterungen des Innenhofs erfolgten im 17. und 20. Jh.
Im Jahr 1953 wurden die Sgraffiti erneuert und 1998 schließlich der Innenhof nach Plänen von Architekt Herfried Peyker überdacht. Seitdem wird der Hof für kulturelle Veranstaltungen genutzt.
Das Gebäude war einst Sitz des Stadtrichters, welcher durch das Privileg des "Acht-, Bann- und Blutgerichts" (1457 - 1837) die Vollmacht zur Entscheidung über Leben und Tod eines Delinquenten besaß. Von 1622 - 1715 beherbergte das Rathaus den kaiserlichen Münzmeister und von 1849 - 1926 das staatliche Bezirksgericht. Heute ist im Rathaus die Verwaltung der Stadtgemeinde St. Veit a. d. Glan untergebracht.

Gemeinde

St. Veit a. d. Glan

Denkmalschutznummer

63358

Standort

Das Rathaus steht an der nördlichen Längsseite des St. Veiter Hauptplatzes.
Hauptplatz 1
9300 St. Veit a. d. Glan

Entstehungszeit

15. Jh.

Eigentümer / Betreuer

Stadtgemeinde St. Veit a. d. Glan