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Liedlkreuz

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2022

Liedlkreuz 1

Liedlkreuz - Bild 1

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2022

Liedlkreuz 2

Liedlkreuz - Bild 2

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2022

Liedlkreuz 3

Liedlkreuz - Bild 3

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2022

Liedlkreuz 4

Liedlkreuz - Bild 4

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2022

Liedlkreuz 5

Liedlkreuz - Bild 5

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2022

Liedlkreuz 6

Liedlkreuz - Bild 6
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Beschreibung

Beim Liedlkreuz handelt es sich um ein altes Hofkreuz mit einem breiten, bogenförmigen verblechten Dach und einem holzgeschnitzten Kruzifix. Die Initiative zur Renovierung des Liedlkreuzes im Jahr 1988 ist von Altbauer Ignaz Rauchenwald (1907 - 1995) ausgegangen. Der Herrgott ist damals von einem Kameraden aus der Kriegsgefangenschaft, dem ehemaligen Bildhauer und Stukkateur Arnulf A. Pichler (geb. 1923) aus Klagenfurt, restauriert worden. Die Tischlerarbeiten und das neue Dachl fertigte Josef Frieser, Fabriksarbeiter i. R. aus St. Donat. Die Kosten der Renovierung übernahm Frau Gitti Rinner. Pfarrer Nikolaus Weihs segnete das Kreuz am 20. August 1988 nachdem er zuvor auch das benachbarte Primaslkreuz geweiht hatte.

Legende, Geschichte, Sage

Vulgo Liedl gilt als die älteste Hofstelle in Pflugern und war vormals eine Zuhube von Gut Stadelhof. Das heute bestehende Biedermeierstöckl am Hof dürfte von Gustav Graf von Egger, dem Enkel des berühmten Kärntner Gewerken Maximilian Thaddäus Graf von Egger, errichtet worden sein, welcher 1846 bis 1896 Besitzer des nahegelegenen Schlosses Stadelhof war. Der aus dem Metnitztal stammende Ignaz Rauchenwald I. (1810 - 1872) erwarb die Liegenschaft im 19. Jh. Es folgten weitere drei Generationen mit demselben Vornamen. Somit gab es am Hof insgesamt 4 Ignaz in Serie. Hubert Rauchenwald (geb. 1943) verkaufte den Besitz schließlich im Jahr 2013.
Zu seiner Blütezeit gab es am Liedlhof neben einem eigenen Teich auch ein E-Werk für den Eigenbedarf und eine private Ziegelbrennerei, welche von Ignaz Rauchenwald II. (1864 - 1951) errichteten worden war.
Bis nach dem 2. Weltkrieg führte von Ottmanach kommend eine wichtige Verkehrsverbindung über Pflugern nach St. Donat und weiter nach St. Veit, die mitten durch die Hofstelle führte. Vor allem im Herbst zur Wiesenmarktzeit waren hier ganze Kolonnen von Pferdefuhrwerken unterwegs, da diese die damals bereits asphaltierte Landesstraße vermeiden wollten.
Auch die erste Busverbindung von St. Veit auf den Magdalensberg führte über Pflugern.
Beim Liedlkreuz wurde über viele Jahre hindurch alljährlich eine Maiandacht gefeiert.

Gemeinde

St. Veit a. d. Glan

Standort

Das Kreuz steht unmittelbar im Hofbereich.
Pflugern 1
9300 St. Veit a. d. Glan