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Zingerlekreuz

Foto: Alexander Maier 2010

Zingerlekreuz 1

Zingerlekreuz - Bild 1

Foto: Gunter Zingerle Archiv

Zingerlekreuz 2

Zingerlekreuz - Bild 2

Foto: Gunter Zingerle Archiv

Zingerlekreuz, Gedenktafel

Zingerlekreuz - Bild 3

Foto: Gunter Zingerle Archiv

Zingerlekreuz

Zingerlekreuz - Bild 4
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Beschreibung

Beim Zingerlekreuz handelt es sich um ein durch Ketten gesichertes Kreuz aus Lärchenholz, welches in der Mitte ein Edelweiß aus Zinn-Bleiguss mit der Jahreszahl 1965 besitzt. Es steht auf der Saualpe westlich der Wolfsbergerhütte und ist rund 15 Gehminuten von dieser entfernt. Seinen Namen erhielt es nach dem Erbauer Egon Zingerle.
Die Stelle an welcher das Zingerlekreuz steht, soll der nördlichste Punkt der 1919/20 zur Volksabstimmung vorgesehenen Abstimmungszone B gewesen sein.
Das Zingerlekreuz wurde 1965 errichtet und zuletzt 1985 renoviert.

Legende, Geschichte, Sage

Stamm und Querbalken des Zingerle Kreuzes aus Lärchenholz wurden in geschnittenem und gehobeltem Zustand vom Gewerken Hannes Offner, Besitzer der Sensen- und Sägeindustrie Johann Offner in Wolfsberg gespendet. Die Schnitzarbeiten am Querbalken mit den Sprüchen „Liebe die Heimat und die Berge“ und „Sei Helfer in der Not“ und am Stamm ein stilisiertes Edelweiß und die Jahreszahl „1965“ wurden vom Kunsttischler Franz Hafner aus Wolfsberg durchgeführt. Fritz Dlouhi aus Wolfsberg fertigte ein Edelweiß aus Zinn-Bleiguß an, das die Mitte des Kreuzes ziert.

Mithilfe von Bergkameraden und dem Alpenverein Wolfsberg, allen voran dem damaligen Hüttenwart Herbert Blaßnegger mit seiner Familie
wurde mühsam ein Loch in den felsigen Boden gegraben und zwei „U“-Träger einbetoniert.
In einer konzertierten Aktion aller Helfer wurde sodann das Kreuz mit einem UNIMOG der Zimmerei Alfred Hollauf aus Wolfsberg zum Aufstellungsplatz
gebracht, die Balken ineinander gepaßt und verschraubt und sodann die beiden „U“-Träger positioniert und ebenfalls verschraubt. Anschließend wurden die vier Spannstangen mit starken Eisenstangen im Boden verankert und das Blitzableiterkabel im Boden geerdet.

Bei der Einweihung gab es eine Panne, weil der Pfarrer knapp vor dem Termin absagen mußte. So fand dann die „Eröffnung“ nur unter breiter Beteiligung der Familien Offner, Gilbert und Hans Moser, des Alpenvereins, der zahlreich erschienen Jägerschaft und der Bauern aus Lading und Aichberg und vieler Freunde aus dem Lavanttal statt. Die „Festrede“ hielt für die Jägerschaft Sepp Eberhard, bei welcher er die Wichtigkeit von Gipfel-und Höhenkreuzen als Orte und Zeichen der Begegnung und Besinnung hervorhob.

Da der kirchliche Segen nicht fehlen durfte, fand drei Wochen später noch eine zweite, die eigentliche „Einweihung“ statt. Auch diesmal hatten sich viele Bergfreunde eingefunden, von denen einige sagten, dass sie das Kreuz auch als Schutz für ihr Vieh, das im Sommer hier auf den umliegenden Almen weidet, sehen würden.
Der Begriff „Zingerlekreuz“ geht auf den Wirt Franz Tatschl von der Gießlhütte zurück, der eine Ansichtskarte mit seiner Hütte und einem Bild des Kreuzes herausbrachte, auf der er die Bezeichnung „Zingerlekreuz“ erstmals erwähnte und dadurch bekannt machte.
Nach dem Tod von Egon Zingerle im Jahr 1984 nahm sich der MGV St.Gertraud, von dem einige Mitglieder zu treuen Besuchern der Wolfsbergerhütte gehörten, der Pflege des Kreuzes an und übernahm die Patenschaft im Jahre 1985. Es wird vom MGV jedes Jahr eine
Gipfelmesse Ende Juli beim Kreuz musikalisch gestaltet,die zu einer lieben Tradition ge=
worden ist und Jahr für Jahr eine große Zahl von Bergfreunden auf die Saualm bringt.
(Beitrag von DI Gunter Zingerle, Sohn von Egon Zingerle)

Motive / Inschriften

Inschrift:
"Liebt die Heimat und die Berge" und "Sei Helfer in der Not".

Am Felsen neben dem Kreuz ist eíne Metalltafel mit folgender Inschrift angebracht:
"1965 Zingerle Kreuz, renoviert 1985, MGV-Gem. Chor Frantschach - St. Gertraud."

Gemeinde

Wolfsberg

Standort

Das Zingerlekreuz befindet sich auf der Saualpe auf 1.872 m Höhe ca. 600 westlich der Wolfsberger Hütte.

Entstehungszeit

1965

Eigentümer / Betreuer

MGV St. Gertraud

Dazu im Lexikon