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Schnitzkreuz

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2019

Schnitzkreuz 1

Schnitzkreuz - Bild 1

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2019

Schnitzkreuz 2

Schnitzkreuz - Bild 2

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2019

Schnitzkreuz 3

Schnitzkreuz - Bild 3

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2019

Schnitzkreuz, Kruzifix 1

Schnitzkreuz - Bild 4

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2019

Schnitzkreuz, Kruzifix 2

Schnitzkreuz - Bild 5
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Beschreibung

Beim Schnitzkreuz handelt es sich um einen Giebelbildstock mit einer bis zum Boden reichenden, begehbaren Nische und einem Satteldach. Die Bildstocknische birgt ein holzgeschnitztes Kruzifix. Sie ist durch ein schmiedeeisernes Gitter gesichert.

Legende, Geschichte, Sage

Die Errichtung des Bildstockes am Schnitzhof in Unterwuchel geht auf ein Gelübde zurück:
Valentin Deutschmann und seine Gattin Anna (geb. Tauschitz) hatten 3 Töchter: Theresia, Anna und Maria. Eines Tages wurde bei ihnen am Hof wieder Kalk gebrannt, welcher zum Weißigen der Gebäude Verwendung fand. Dazu musste Kalkgestein bei hohen Temperaturen gebrannt und anschließend das nun spröde Material mit Wasser gelöscht werden. Tochter Theresia spielte damals als Kind in der Nähe der Kalkgrube und turnte am Lattenzaun des benachbarten Anwesens vulgo Tschack herum. Plötzlich löste sich eine Holzlatte und das Mädchen fiel vor den Augen der Kalklöscher in die Kalkgrube. Sie wurde zwar sofort aus der heißen Kalkbrühe heraussgezogen, trug jedoch schwerste Verbrennungen davon. Lange Zeit rang sie mit dem Tod. Die gute Betreuung und ihr eiserner Lebenswille trugen dazu bei, dass sie diesen Unfall überlebte. Ihr Vater Valentin Deutschmann gelobte während dieser schweren Zeit, dass er dem Herrgott mit einem Bildstock danken werde, sollte seine Tochter Resi gesunden. Er gelobte außerdem, stets dafür zu sorgen, dass das Kreuz mit Blumen und Kerzen geschmückt wird. Seit diesem Zeitpunkt erfolgt beim Schnitzkreuz für die Bewohner der Ortschaft Unterwuchel alljährlich die österliche Speisensegnung.

Gemeinde

Grafenstein

Standort

Der Bildstock steht inmitten des Hofensembles westlich des Wohnhauses.
Unterwuchel 4
9131 Grafenstein

Entstehungszeit

zw. 1908 - 1910

Eigentümer / Betreuer

Fam. Mag. Stefan Deutschmann vulgo Schnitzer

Dazu im Lexikon