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Fuggerhof Kasten

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2018

Fuggerhof Kasten 1

Fuggerhof Kasten - Bild 1

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2018

Fuggerhof Kasten 2

Fuggerhof Kasten - Bild 2

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2018

Fuggerhof Kasten 3

Fuggerhof Kasten - Bild 3

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2018

Fuggerhof Kasten 4

Fuggerhof Kasten - Bild 4

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2018

Fuggerhof Kasten 5

Fuggerhof Kasten - Bild 5

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2018

Fuggerhof Kasten 6

Fuggerhof Kasten - Bild 6

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2018

Fuggerhof Kasten

Fuggerhof Kasten - Bild 7
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Beschreibung

Ursprünglich befanden sich zwei Getreidekästen am Fuggerhof. Der eine wurde in den 1950-er Jahren abgerissen, der zweite, heute noch erhaltene Speicherkasten entspricht der klassischen Bauweise. Es handelt sich um einen 2-geschoßigen Kasten in Blockbauweise mit einem vorspringenden Obergeschoß mit Hohlkehle sowie einem Kärntner Schopfwalmdach. Der Eingang ist nach Westen ausgerichtet.
Die unteren Balkenreihen des Speichers besitzen einen verzapften Eckverband, die darüberliegenden Balken haben einfache- und mehrfache Klingschrotverbindungen. Der Getreidekasten war lange Zeit in eine Wohnhütte integriert, welche schließlich abgerissen wurde, wodurch der Kasten wieder besser zur Geltung kam. Im Jahr 2000 erfolgte die Überstellung des Getreidekastens an seinen heutigen Standort. Der Kasten erhielt ein neues Fundament, die unteren Kranzreihen wurden ebenfalls erneuert, giebelseitig mehrere Fenster ausgeschnitten und das Innere des Gebäudes für Wohnzwecke ausgebaut.
Die am Hof produzierten Lebensmittel werden schon seit den 1970-er Jahren nicht mehr im Getreidekasten sondern in entsprechenden Kühlräumen im Haus gelagert.

Legende, Geschichte, Sage

Der Fuggerhof befindet sich seit 1722 im Familienbesitz. Mit Blasius Fugger, Urgroßvater von Johann Fugger, gab es vormals bereits einen Bürgermeister in der Familie. Der Hof besitzt mehrere Gebäude, darunter das heutige Wohnhaus, errichtet 1903, einen Stall erbaut im Jahr 1900 vom bereits erwähnten Urgroßvater Blasius Fugger, und ein weiteres Wirtschaftsgebäude aus dem Jahr 1928, errichtet von Johann Fuggers Großvater, ebenfalls namens Johann Fugger. Zum Hof gehörte früher auch eine eigene Mühle, die bereits um 1900 zur Stromerzeugung genutzt wurde. Die Mühle, rund 200 m vom Hofzentrum entfernt, wurde in den 1950-er Jahren zu einer Landarbeiterwohnung umgebaut und in den 1970-er Jahren, als der letzte Landarbeiter ausgezogen war, als Ferienhaus adaptiert.

In der Sagensammlung von Matthias Maierbrugger ist auch eine Geschiche zum Fuggerhof unter dem Titel "Der fremde Wetterzauberer" überliefert:

Zum Fugger in Glödnitz kam einmal ein Fremder und bat um Herberge. Da kamen die Leute auch auf das Wetterzaubern zu sprechen. Er könnte es ihnen schon vormachen, sagte der Fremde. Aber besser wäre es, wenn es nicht geschehen müsse. Die Fuggerleute ließen dem Fremden keine Ruhe mehr, bis er sich zu einem Streich entschloss. "Aber ihr müsst alle Ritzen und Klüfte verstopfen und Fenster und Türen schließen. Sonst kann es schief gehen und das ganze Tal hinaus brennt ab!" Nun mussten alle auf die Bänke steigen und sich dicht an die Wand halten. Darauf begann der Fremde zu pfeifen und zu wispeln und auf einmal ging ein Feuerschein durch die Stube. Es krachte und blitzte, dass "lei all's aus war", und dann begann es fürchterlich auf den Stubenboden zu regnen. Die Zuschauer bekamen Angst und liefen davon, so schnell sie nur konnten. Da fuhr ein schwefelgelber Blitz durch die Stube, entwischte durch die offene Tür, schlug ein und das ganze Tal hinaus stand gar bald in Flammen und brannte aus. Der Fremde aber war verschwunden.

Gemeinde

Glödnitz

Standort

Der Getreidekasten steht inmitten des Hofensembles.
Tschröschen 1
9346 Glödnitz

Eigentümer / Betreuer

Fam. Johann Fugger vulgo Süßenbacher

Dazu im Lexikon