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Ehemaliges Amtshaus Flattnitz

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2018

Ehemaliges Amtshaus Flattnitz 1

Ehemaliges Amtshaus Flattnitz - Bild 1

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2018

Ehemaliges Amtshaus Flattnitz 2

Ehemaliges Amtshaus Flattnitz - Bild 2

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2018

Ehemaliges Amtshaus Flattnitz 3

Ehemaliges Amtshaus Flattnitz - Bild 3

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2018

Ehemaliges Amtshaus Flattnitz, Eingang

Ehemaliges Amtshaus Flattnitz - Bild 4

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2ß18

Ehemaliges Amtshaus Flattnitz, Balkon

Ehemaliges Amtshaus Flattnitz - Bild 5

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2018

Ehemaliges Amtshaus Flattnitz, Rückseite

Ehemaliges Amtshaus Flattnitz - Bild 6
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Beschreibung

Das teils mit Bruchsteinen, teils als Blockbau errichtete ehemalige Amtshaus auf der Flattnitz besitzt ein mit Holzschindeln gedecktes Walmdach und einen straßenseitigen Eingang mit Außentreppe sowie einen kleinen Holzbalkon im Obergeschoß.
Das wahrscheinlich im 16. Jh. errichtete Gebäude wurde bereits im August 1966 unter Denkmalschutz gestellt. In der Begründung des Bescheides heißt es u. a. "Das Amtshaus zählt zu den ältesten Amtshäusern in Österreich und ist wahrscheinlich das älteste Kärntens. Außer dieser Einmaligkeit ist das Amtshaus ein charakteristisches Wahrzeichen der Gegend."
Es wurde über die Jahrhunderte als Verwaltungssitz für die bischöflichen Besitzungen, Unterkunft für Gäste des Gurker Stiftes und für den Mesner der Johanneskirche und schließlich auch als Maut- und Amtshaus genutzt.
Nach der Unterschutzstellung des Gebäudes 1966 konnte mit Hilfe eines finanziellen Beitrages des Bundesdenkmalamtes 1968 eine Dachrenovierung durchgeführt und das Gebäude so vor dem Verfall und Abbruch gerettet werden.

Legende, Geschichte, Sage

In einer Schenkungsurkunde Kaiser Arnulfs an den Edlen Zwentibold wird das Gebiet um die Flattnitz erstmals um 898 erwähnt. Von großer wirtschaftlicher Bedeutung waren die Silber-, Eisen- und Bleivorkommen. Die Flattnitz diente den Gurker Bischöfen als Sommerresidenz. 1478 fielen die Türken ein und machten die Flattnitz zur "Blutigen Alm".
Infolge wiederholter Meldungen über rege Schmugglertätigkeit in dem Gebiet, erfolgte 1663 der Vorschlag für die Bestellung eines Hütamtes auf der Flattnitz. In einem Schreiben der Landstände 1671 an den Gurker Domprobst wird dieser darum gebeten, sein Gast- bzw. Mesnerhaus, das auch als Verwaltungssitz für die bischöflichen Besitzungen auf der Flattnitz diente, für eine auf der Flattnitz geplante Zollstation zur Verfügung zu stellen. 1672 wird das Mesnerhaus auf der Flattnitz als Mauthaus vorgeschlagen. 1679 erfolgt die Errichtung eines Schrankens beim Maut- und Amtshaus.
1733 abgebrannt, wurde das Amtshaus erst 1775 neu aufebaut. Das Amtshaus ist identisch mit der Bauparzelle 282 der Katastralgemeinde Glödnitz des Franziszeischen Katatsters von 1828 und ist mit dem Domstift Gurkischen Jägerhaus auf der Flattniz gleichzusetzen, das auch schon im Josefinischen Kataster von 1788 eingetragen ist. In den nachfolgenden Jahren wechselten die Pächter und auch die Eigentümer des Amtshauses. Schließlich erwarb Hubert Ladinig aus der Liegenschaft der "Herrschaft Straßburg" am 11.6.1917 das Amtshaus, welches sich heute im Eigentum der Familie Fleischhacker befindet.

Gemeinde

Glödnitz

Denkmalschutznummer

35172

Standort

Das Amtshaus steht auf der Flattnitz direkt an der Flattnitzer Straße.
Flattnitz 3
9346 Glödnitz

Entstehungszeit

16. Jh.

Eigentümer / Betreuer

Fam. Fleischhacker, Hotel Ladinig