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Türkenfresko vulgo Sumper

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2019

Türkenfresko vulgo Sumper 1

Türkenfresko vulgo Sumper - Bild 1

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2019

Türkenfresko vulgo Sumper 2

Türkenfresko vulgo Sumper - Bild 2

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2019

Türkenfresko vulgo Sumper 3

Türkenfresko vulgo Sumper - Bild 3

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2019

Türkenfresko vulgo Sumper, Detail 1

Türkenfresko vulgo Sumper - Bild 4

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2019

Türkenfresko vulgo Sumper, Detail 2

Türkenfresko vulgo Sumper - Bild 5

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2019

Türkenfresko vulgo Sumper, Detail 3

Türkenfresko vulgo Sumper - Bild 6

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2019

Türkenfresko vulgo Sumper, Detail 4

Türkenfresko vulgo Sumper - Bild 7
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Beschreibung

Über die gesamte östliche Front des Wohnhauses vulgo Sumper erstreckt sich ein Fresko, das an die Türkeneinfälle der Jahre 1476 und 1478 erinnert und sechs Türkische Reiter darstellt. Darüber befindet sich die Jahreszahl 1745, vermutlich als Hinweis auf das Alter des Gebäudes. Die Ostfassade weist außerdem eine gemalte Eckquaderung auf und die Fenster sind durch eine gemalte Umrahmung betont.
Im Jahr 1920 ersteigerte Veit Prettner, der Großvater des heutigen Eigentümers, ebenfalls namens Veit Prettner, die Hofstelle vulgo Sumper im Ortsteil Rain an der Straße auf die Flattnitz. Er erwarb in weiterer Folge auch das angrenzende, unter der Straße liegende Gehöft vulgo Scharn.

Legende, Geschichte, Sage

Der militärhistorischen Schriftenreihe, Heft 64, des Heeresgeschichtlichen Museums, zum Thema "Die Türkeneinfälle in der Steiermark und in Kärnten vom 15. bis zum 17. Jh." ist zu entnehmen, dass die Türken 1476 über Tarvis und Arnoldstein in Kärnten einfielen und am 12. Oktober ins Gurktal eindrangen, wo sie Gnesau und Reichenau angriffen. Sich von Reichenau ostwärts wendend, kamen die türkischen Reiter dann über die Gurktaler Alpen nach Sirnitz, Deutsch-Griffen und Glödnitz und "da tetten sy uberall grossen schaden an lewdt und guet". Ein zweites Mal kamen sie um den 29. Juli 1478 wiederum über die Nockalm ins Gurktal, raubten Reichenau aus und einzelne Reiterscharen sprengten über die Gurktaler Alpen nach Sirnitz, Deutsch-Griffen und Glödnitz, ließen den Markt Weitensfeld in Flammen aufgehen und drangen über die Berge sogar bis Pulst im Glantal vor.
Seit jener Zeit nahm die Bevölkerung rege an den Wallfahrten zur Johanneskirche teil, weil sie glaubte, dass die Türken zurückkommen würden, wenn man nicht zur Flattnitz pilgere.

Sage:
Die Türken auf der Flattnitz
Auf der Flattnitz wurden die Türken durch die List der Bauern irregeführt. Ein Häuflein Almbewohner wurde von einer Schar ihrer Reiter verfolgt. Es lag aber tiefer Nebel über der Gegend und die Türken, die weniger auf den Boden als auf die Flüchtlinge sahen, stürmten auf eine Felswand zu. Die Almer versteckten sich vor dem Abgrund seitlich im Gebüsch. Die Türken aber ritten geradewegs über die Wand hinab und fanden einen grausigen Tod.

Quelle: Georg Graber, Sagen und Märchen aus Kärnten, Graz 1944, Seite 298

Gemeinde

Glödnitz

Standort

Das Fresko befindet sich an der Ostfassade des Gebäudes.
Rain 7
9346 Glödnitz

Entstehungszeit

1745

Eigentümer / Betreuer

Fam. Veit Prettner/St. Donat