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Frießerkreuz

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2019

Frießerkreuz 1

Frießerkreuz - Bild 1

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2019

Frießerkreuz 2

Frießerkreuz - Bild 2

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2019

Frießerkreuz 3

Frießerkreuz - Bild 3

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2019

Frießerkreuz, Kruzifix 1

Frießerkreuz - Bild 4

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2019

Frießerkreuz, Kruzifix 2

Frießerkreuz - Bild 5

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2019

Frießerkreuz, Kruzifix 3

Frießerkreuz - Bild 6

Foto: unbekannt Um die Wende des 19./20. Jh.

Frießerkreuz

Frießerkreuz - Bild 7
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Beschreibung

Der Bildstock am Frießerhof steht unterhalb des Wohnhauses und ist nach Osten ausgerichtet. Seine Position erklärt sich aus dem Umstand, dass der frühere Weg unmittelbar zwischen Bildstock und Stallgebäude zum Wohnhaus führte. Es handelt sich hier um einen Giebelbildstock mit einer halbhohen Nische, die ein Kruzifix birgt. Darüber erhebt sich ein mit Holzbretteln gedecktes Satteldach. Das Alter des Bildstockes ist nicht bekannt, doch ist er auf Fotos aus den 1920-er Jahren bereits abgebildet. 2013 zuletzt renoviert, erfolgte im selben Jahr die Einweihung durch Pfarrer Robert Jamróz, von den Einheimischen kurz Don Robert genannt.

Legende, Geschichte, Sage

Die Frießerhube ist nachweislich seit 1653 bewirtschaftet. Bis zum Jahre 1848 war sie der Grundherrschaft Domstift Gurk untertänig. Als erster Besitzer wird hier ein Antoni Frießer genannt. Auf ihn geht der heutige Hofname zurück. Nach seinem Tod übernahm Augustin Mayerhofer am 29. Jänner 1662 den Hof. Er dürfte noch im selben Jahr verstorben sein. Ihm folgte sein Sohn Veith Mayerhofer und im Jahr 1695 dessen Bruder Michael Mayerhofer. In den nachfolgenden Jahr wurde das Gehöft zwischenzeitlich vom Domstift selbst bewirtschaftet, es erfolgten auch einige Besitzerwechsel. 1894 ersteigerte schließlich Jakob Reiterer, der Urgroßvater von Helmut Reiterer, den Frießerhof von seiner Schwägerin Maria Gantschacher. Jakob Reiterer verstirbt wenige Jahre danach erst 40-jährig am 29. Dezember 1901. Der Hof bleibt im Familienbesitz und wird 1980 von Helmut Reiterer übernommen.
Zwischen 1949 - 2012 gab es am Hof eine Pension, seit 2012 bietet die Fam. Reiterer "Urlaub am Baunerhof".
Der Bau einer Zufahrtsstraße zum Gehöft ließ lange auf sich warten, so dass man sich über viele Jahrzehnte mit einer Materialseilbahn behalf, die vom Fuggerhof (vulgo Süßenbacher) im Tal zum Frießerhof hinauf führte. Bis in die 1950-er Jahre versorgte ein eigenes E-Werk mit Speicherteich den Hof mit Strom. Mit dem Ausbau des Stromnetzes im ländlichen Raum durch die KELAG und dem damit einhergehenen Bau einer Zufahrtsstraße zum Frießerhof, wurde der Betrieb der Materialseilbahn eingestellt.

Sage:
Das Anmelden beim Frießer
Sonnseitig oben blickt breit und windsicher der Frießerhof ins breite Glödnitztal. In früheren Zeiten hausten dort andere Bauersleute. Einmal, es ist schon lange her, klopfte es in der Nacht mit einem harten Finger am Bett des Bauern. Er wurde wach und fragte die Bäuerin: "Was bedeutet denn das?" "Ich weiß es nicht", gab sie zur Antwort und begann sich zu ängstigen. "Wenn's gerade mich meint, geh' halt morgen schnell hinab beichten", tröstete er sie. Schon am nächsten Tag aber starb der Bauer. Die Bäuerin konnte sich nicht trösten und weinte erbärmlich die ganze Nacht, bis sie endlich einschlief. Da hörte sie eine Stimme: "Wann du um dein Mann rehrst, so musst du a sterben." Sie aber weinte in ihrer Fassungslosigkeit weiter, bis sie endlich doch wieder einschlief. Am Morgen lag auch sie tot in ihrem Bett.

Quelle: Georg Graber, Sagen und Märchen aus Kärnten, Graz 1944, Seite 2

Gemeinde

Glödnitz

Standort

Der Bildstock steht unterhalb des Wohnhauses neben dem Wirtschaftsgebäude.
Bach 5
9346 Glödnitz

Eigentümer / Betreuer

Fam. Edeltrud und Helmut Reiterer vulgo Frießer