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Ziegelgitterfenster vulgo Wirth

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2020

Ziegelgitterfenster vulgo Wirth 1

Ziegelgitterfenster vulgo Wirth - Bild 1

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2020

Ziegelgitterfenster vulgo Wirth 2

Ziegelgitterfenster vulgo Wirth - Bild 2

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2020

Ziegelgitterfenster vulgo Wirth 3

Ziegelgitterfenster vulgo Wirth - Bild 3

Foto: Archiv Anfang 20. Jh.

Hofstelle vulgo Wirth mit ehem. Gesindehaus in der Mitte; dahinter das Brauereigebäude

Ziegelgitterfenster vulgo Wirth - Bild 4

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2020

Ziegelgitterfenster vulgo Wirth 4

Ziegelgitterfenster vulgo Wirth - Bild 5

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2020

Ziegelgitterfenster vulgo Wirth 5

Ziegelgitterfenster vulgo Wirth - Bild 6

Foto: Monika Gschwandner-Elkins Archiv

Ziegelgitterfenster vulgo Wirth 6

Ziegelgitterfenster vulgo Wirth - Bild 7
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Beschreibung

Der heutige auf den Landwirt Andreas Jäger zurückgehende Gewölbestall am Wirthhof in Radweg entstand ursprünglich als langgezogener rechteckiger Bau mit den Ausmaßen von etwa 33 m x 15 m und erhielt erst zu einem späteren Zeitpunkt seinen nach Osten hin ausgerichteten Quertrakt von 12 m Länge und 8 m Breite. Der ältere Teil des Stallgebäudes besitzt ausschließlich schmale, hochrechteckige mit Ziegeln verzierte Maueröffnungen in regelmäßiger Anordnung von 5 Mauerschlitzen neben- und übereinander. Der neuere Seitentrakt hingegen hat hohe rundbogige Ziegelgitterfenster mit Kreuzmuster.
Südlich des Stadels steht ein weiteres langgezogenes Nebengebäude, in welchem früher die hofeigene Brauerei samt Wagenremise untergebracht war. Inmitten des Hofensembles stand vormals westlich des Stadels auch ein schon vor Jahren abgetragenes Gesindehaus.

Legende, Geschichte, Sage

Der Stadel am Hof vulgo Wirth geht auf das Jahr 1871 zurück und wurde von Andreas Jäger vulgo Wirth (1836 - 1892) dem Urgroßvater von Maria Bader (geb. Jäger) erbaut. Besagter Andreas Jäger betrieb am Hof neben der Landwirtschaft auch eine gut gehende Brauerei und ein Gasthaus. Das hier erzeugte Bier fand unter der Bezeichnung "Radweg Bier" seine Abnehmer. Vermutlich gegen Ende des 1. Weltkrieges wurde die Brauerei an die Gösser AG verkauft, in den 1940-er Jahren schließlich auch die Gastwirtschaft aufgegeben.
Im ehemaligen Gesindehaus des Wirthhofes, das heute nicht mehr besteht, war über etliche Jahre hinweg das Gemeindeamt von Hörzendorf (bis Ende 1971 war Hörzendorf eine eigenständige Gemeinde) und im Gebäude der einstigen Gastwirtschaft die erste Niederlassung der Raiffeisensparkasse St. Veit untergebracht. Unter der Bezeichnung "Spar- und Darlehenskassenverein für die Ortsgemeinde Hörzendorf" am 6. Dezember 1903 im Gastzimmer des damaligen Brauereibesitzers Andreas Jäger in Radweg von 14 Landwirten aus der Umgebung gegründet, erfolgte der Geschäftsbetrieb anfangs nur einmal im Monat und einige Zeit später einmal wöchentlich. Nach einer Zwischenstation im Gemeindelokal von Hörzendorf wurde das Geschäftslokal der Raiffeisenbank schließlich 1941 nach St. Veit verlagert.

Gemeinde

St. Veit a. d. Glan

Standort

Der Stadel steht östlich des Wohnhauses.
Radweg 2
9300 St. Veit a. d. Glan

Entstehungszeit

1871

Eigentümer / Betreuer

Fam. Bader vulgo Wirth