Der Bildstock am Zechnerhof entstand um das Jahr 2005 als Ersatz für ein zum Hof gehörendes altes, inzwischen abgemorschtes Holzkreuz, das unweit der Hofstelle am Wanderweg 6 Richtung Grubenkreuz bzw. Haidnerhöhe an einer Weggabelung stand. Es handelt sich um einen 4-seitigen Nischenbildstock über einem 6-seitigen Sockel mit einem mit Holzbretteln gedeckten leicht geschwungenen Pyramidendach. Den oberen Abschluss bildet ein Kugelknauf mit einem einfach gestrichenen Kreuz.
Aufgemauert wurde der Bildstock von Viktor Rieser und Gottfried Gradenegger, den Dachstuhl und die Eindeckung fertigte Herwig Pichlkastner und die Nischengestaltung erfolgte durch den Millstätter Maler Otto Glanznig.
Im Rahmen einer stimmungsvollen Feier, musikalisch umrahmt von den Jagdhornbläsern Deutsch-Griffen, segnete Pfarrer Otto Gritsch den neuen Bildstock.
Die Malereien am Bildstock wurden in den Jahren danach bei einem Unwetter schwer beschädigt und warten seither darauf, erneuert zu werden.
Der Zechnerhof ist bereits seit 1873 im heutigen Familienbesitz Pöllinger-Gradenegger und seit 1957 besteht hier neben der Landwirtschaft ein Tourismusbetrieb.
Die Hofgeschichte lässt sich bis in das 14. Jh. zurückverfolgen, denn bereits 1326 gilt der Zechnerhof als "curia decimalis" des Bischofs von Gurk. Als curiae decimales wurden jene Huben des Zehenteinnehmers bezeichnet, die sich als größere wirtschaftliche Einheiten auszeichneten. Im Jahr 1828 war der Hof als Bischofsberger der Grundherrschaft Albeck abgabepflichtig. 1834 hatte er ein Ausmaß von drei Huben. Der Bischofsberger war zugleich auch Rottmann. Als solcher musste er etwa 10 bis 20 Bauern bei den Robotarbeiten für die Grundherrschaft oder bei der Arbeit an Wegen und Brücken anführen. Heute trägt der Bauernhof nicht mehr diesen Namen sondern wird, in Anlehnung an die mittelalterliche Aufgabe als Zehenthof, als Zechner oder Zechnerhof bezeichnet.
Vom Zechnerhof führt ein alter Verbindungsweg Richtung Norden zum vulgo Gantschacher und weiter zu den Gehöften am Tanzenberg und nach Süden über Arlsdorf direkt nach Deutsch-Griffen.
Zum einstigen Wegkreuz beim Zechnerhof findet sich ein Eintrag in der Pfarrchronik aus dem Jahr 1900, wo zu lesen steht: "Am Sonntag, den 27. Mai, wurde das Wegkreuz beim Zechner am Bischofsberg eingeweiht."
Deutsch-Griffen
Der Bildstock steht rund 100 m westlich des Wohnhauses.
Bischofsberg 1
9572 Deutsch-Griffen
Otto Glanznig/Millstatt
Fam. Gottfried Gradenegger vulgo Zechner
| Kategorie | Bildstöcke / Wegkreuze |
| Gemeinde | Deutsch-Griffen |
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