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Rausch Kasten

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2021

Rausch Kasten 1

Rausch Kasten - Bild 1

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2021

Rausch Kasten 2

Rausch Kasten - Bild 2

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2021

Rausch Kasten 3

Rausch Kasten - Bild 3

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2021

Rausch Kasten, Zierschrot

Rausch Kasten - Bild 4

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2021

Rausch Kasten, Eckverzinkungen

Rausch Kasten - Bild 5

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2021

Rausch Kasten, Kastentür

Rausch Kasten - Bild 6

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2021

Rausch Kasten, Kastentür 2

Rausch Kasten - Bild 7
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Beschreibung

Beim Rausch Kasten handelt es sich um einen 2-geschoßigen Getreidekasten in Blockbauweise, wobei das Obergeschoß um die Stärke eines Wandholzes vorkragt. Die Eckverzinkungen der ersten beiden Kranzreihen des Obergeschoßes weisen einen vierfachen Klingschrot auf. Darüber sind auch figural geformte Eckverzinkungen (Zierschrot), darunter Schuh und Tierkopf, zu entdecken. Den oberen Abschluss bildet ein Walmdach. Kleine rechteckige Luken sorgen für die ausreichende Durchlüftung des Speichers. Der Eingang ist über einige Stufen zu erreichen, die Außenseite der Türe besitzt unzählige ins Holz geritzte Kreuzchen.
Ursprünglich befand sich der Getreidespeicher rund 20 m südlich seines aktuellen Standortes. Er wurde in den 1960-er Jahren an seinen heutigen Platz überstellt und im Zuge dessen so gedreht, dass der vormals nach Norden ausgerichtete Eingang nun nach Süden, also ebenfalls wieder in die Hofmitte blickt. Zeitgleich wurde das alte Schindeldach durch ein Ziegeldach ersetzt, welches man 2001 zuletzt erneuerte.
Das Alter der Getreidekastens ist nicht bekannt, dieser dürfte aber im ausgehenden 18. Jh. erbaut worden sein. Heute wird nur mehr der Fleischhimmel des Speicherkastens genutzt.

Legende, Geschichte, Sage

Bis ins 19. Jh. gehörte die Hofstelle vulgo Rausch zur bischöflichen Grundherrschaft Albeck und umfasste das Ausmaß einer Hube. Der Bauer am Hof war auch Rottmann, also Vorsteher einer Rotte. Schon 1873 war der Hof im heutigen Familienbesitz Prodinger. Zum Gehöft gehörte neben dem Getreidespeicher auch eine westlich im Graben am Lammbach stehende Wassermühle, die bis Ende der 1940-er Jahre in Betrieb war. Der Getreideanbau am Hof (Hafer, Gerste) erfolgte bis in die 1970-er Jahre.
Ein Rottmann hatte die Aufgabe eines Querverbinders zwischen der bäuerlichen Dorfgemeinschaft und der Herrschaft. Unter einer Rotte versteht man in Einzelsiedlungsgebieten eine Talseite. Die Katastralgemeinden wurden nach Rotten gebildet (das kann man noch gut z.B. im Lesachtal nachvollziehen).
Wenn eine Streifung, ein Jagdrobot oder ein allgemeiner Robot ausgerufen wurde, so hatte der Rottmann die Aufgabe, diesen zu organisieren.

Gemeinde

Deutsch-Griffen

Standort

Der Getreidekasten steht im Hofbereich direkt neben dem Wohnhaus.
Rauscheggen 2
9572 Deutsch-Griffen

Eigentümer / Betreuer

Fam. Hans Prodinger vulgo Rausch