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Pirkerkreuz

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2021

Pirkerkreuz 1

Pirkerkreuz - Bild 1

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2021

Pirkerkreuz 2

Pirkerkreuz - Bild 2

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2021

Pirkerkreuz 3

Pirkerkreuz - Bild 3

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2021

Pirkerkreuz, Kruzifix vor gemaltem Hintergrund 1

Pirkerkreuz - Bild 4

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2021

Pirkerkreuz, hl. Christophorus

Pirkerkreuz - Bild 5

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2021

Pirkerkreuz, Engeldarstellung

Pirkerkreuz - Bild 6

Foto: Gemeindechronik/Josef Herbert Krassnitzer 2001

Pirkerkreuz, vor der letzten Renovierung 2013

Pirkerkreuz - Bild 7
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Beschreibung

Beim Pirkerkreuz handelt es sich um einen massiven Breitpfeilerstock mit einem Walmdach und einer tiefen nicht ganz bis zum Boden reichenden Nische, die durch ein schmiedeeisernes Gitter gesichert ist. In der Nische befindet sich ein großes Kruzifix vor gemaltem Hintergrund mit Waldlandschaft. Die Bildstocknische wird von zwei Engeln flankiert. Eine Inschrift auf der linken Außenseite verweist auf das Errichtungsjahr 1887 und die letzte Renovierung 2013 durch die Familie Rieser. Die künstlerische Ausgestaltung des Bildstockes war die letzte Arbeit des Malers German Müller aus Patergassen, bekannt unter seinem Pseudonym KeiKu ("Keine Kunst").

Legende, Geschichte, Sage

Es ist noch gar nicht so lange her, dass die Verstorbenen von den entlegenen Höfen und Almen zur Beerdigung bis zum nächstgelegenen Friedhof getragen werden mussten, nachdem man sie zuerst 2 bis 3 Tage zu Hause in der Stube aufgebahrt und für ihr Seelenheil gebetet hatte. Am Begräbnistag machten die Sargträger am Weg zur Kirche bei den einzelnen Kreuzen für ein kurzes Gebet Station, und wechselten einander auch beim Tragen des Verstorbenen ab. Das Pirkerkreuz gilt als eines dieser "Totenkreuze" am Weg zur Pfarrkirche in Deutsch-Griffen.

Zur Entstehungsgeschichte des Bildstockes ist folgende Sage überliefert:

Beim Peachn (Anm.: vulgo Pöheim) in Deutsch-Griffen war einmal ein Knecht. Vor dem Christabend tauchte er eine Strohgarbe ins Wasser, und als er nachts zur Christmette ging, war diese eisig gefroren. Er setzte sich auf diesen Schlitten und fuhr mit einem lauten Juchzer den Hügel hinunter. Bei der sausenden Fahrt riss es ihm (Anm.: bei einem Zaun) den Kopf weg. Der Kopf blieb hinten und schrie, während der Körper mit dem Schlitten in der schwarzen Tiefe verschwand: "Haltets ein mein Leib, haltets ein mein Leib!" Als die anderen Kirchgänger nach dem Verbleib des Knechtes schauten, fanden sie nur mehr seinen Kopf. Mit dem Leib war der Teufel in die Hölle gefahren. Zum Gedächtnis an diesen Vorfall stellten sie an der Stelle des Unglücks ein Kreuz auf und mauerten den Schädel unterhalb hinein. In der Christnacht hört man dort noch immer die Seele des Verunglückten wimmern: "Haltets ein mein Leib, haltets ein mein Leib!" Es ist das Pirkerkreuz, das man seither gerne meidet.

Quelle: Georg Graber, Sagen und Märchen aus Kärnten, Graz 1935, S. 137f

Motive / Inschriften

Linke Außenseite: Inschrift
Rechte Außenseite: hl. Christophorus
Rückseite: Christusmonogramm
Innen: Kreuz mit geschnitztem Corpus Christi vor gemaltem Hintergrund

Gemeinde

Deutsch-Griffen

Standort

Der Bildstock steht am Hof im Nahbereich des Wohnhauses.
Bach 5
9572 Deutsch-Griffen

Entstehungszeit

1887

KünstlerIn

German Müller/Patergassen

Eigentümer / Betreuer

Fam. Reinhard Rieser vulgo Pirker