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Bischöflicher Wappenstein am Haidnerhof

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2021

Bischöflicher Wappenstein am Haidnerhof 1

Bischöflicher Wappenstein am Haidnerhof - Bild 1

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2021

Bischöflicher Wappenstein am Haidnerhof 2

Bischöflicher Wappenstein am Haidnerhof - Bild 2

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2021

Bischöflicher Wappenstein am Haidnerhof 3

Bischöflicher Wappenstein am Haidnerhof - Bild 3
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Beschreibung

In der Mauer des Haidnerhofes, der auf eine bewegte Vergangenheit und häufig wechselnde Besitzverhältnisse zurückblicken kann, hat sich ein Wappenstein des Bischofs von Gurk aus dem Jahr 1750 erhalten.

Legende, Geschichte, Sage

Der Haidnerhof entstand an der Hauptverkehrsroute durch das Gurktal. Bereits im 13. Jh. befand sich hier am Eingang ins Griffnertal ein Hospiz, welchem die umliegende Siedlung den Namen Spitalein verdankt. Das Hospiz und der spätere Haidnerhof sind erstmals um 1245 in einer Urkunde des Bistums Gurk genannt in dessen Eigentum er sich befand. Im Jahr 1256 saß laut einem Siegel der „Ritter Bruno vom Spital“ auf dem Hof, 1593 ist der zu dieser Zeit privilegierte Gutshof erstmals als "Haidner am Spitällel" genannt. Die Besitzer mussten für ihn keine Abgaben an das Bistum Gurk entrichten, waren allerdings zur Armenfürsorge verpflichtet. 1696 gehörte der Gutshof Jakob Haidner, 1740 Ruep Haidner, 1762 Franz Kobalter, der als "bischöflicher Freistifter am Hädnergut" belegt ist, und ab 1772 Thomas Olschnegger. Auf diesen folgte 1808 sein Sohn Joseph Olschnegger, der eine Brauberechtigung besaß und einen Bierausschank betrieb. 1843 kam der Haidnerhof in den Besitz von Karl Löhner, dem Schwiegersohn von Joseph Olschnegger, der 1850 der erste Bürgermeister der durch die Aufhebung der Grundherrschaften (um 1848/1850) entstandenen Gemeinde Deutsch-Griffen wurde. 1862 übernahm Albin Löhner, der Sohn von Karl Löhner, den Haidnerhof. Auf ihn folgte 1871 als Besitzerin Baronin Amalia Buseck zu Alten-Buseck, die den Gutshof 1879 an Jakob Unterhösel verkaufte. 1882 erwarb der Glödnitzer Landwirt und Politiker Veit Prettner den Haidnerhof: Als 29-Jähriger wurde er Bürgermeister von Glödnitz und von 1893 bis 1896 war er Abgeordneter der Deutschnational-Liberalen im Reichsrat in Wien. Prettner betrieb 1898 den Bau der Gurktalbahn. Nach seinem Tod 1927 erbte seine Tochter Aloisia den Haidnerhof. Sie heiratete den Weitensfelder Albin Hochsteiner vlg. Herzele und übergab den Hof 1951 ihrem Sohn Ernst Hochsteiner (* 26. Juli 1911, † 12. September 1979). Dieser war mit Isolde, geb. Huber (* 1. November 1918, † 26. Juni 2004) verheiratet. Deren Sohn Harald war der letzte Hochsteiner auf dem Haidnerhof. Er übernahm ihn 1985, konnte ihn aber aus finanziellen Gründen nicht behalten. 1994/95 erwarb die Familie Huber vom benachbarten Fischerhof den Besitz in Spitalein.

Gemeinde

Deutsch-Griffen

Standort

Der Wappenstein ist rechts vom Haustor eingemauert.
Spitzwiesen 1
9572 Deutsch-Griffen

Entstehungszeit

1750

Eigentümer / Betreuer

Ewald Huber