Login



Brunnen Infopoint Deutsch-Griffen

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2021

Brunnen Infopoint Deutsch-Griffen 1

Brunnen Infopoint Deutsch-Griffen - Bild 1

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2021

Brunnen Infopoint Deutsch-Griffen 2

Brunnen Infopoint Deutsch-Griffen - Bild 2

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2021

Brunnen Infopoint Deutsch-Griffen 3

Brunnen Infopoint Deutsch-Griffen - Bild 3

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2021

Brunnen Infopoint Deutsch-Griffen 4

Brunnen Infopoint Deutsch-Griffen - Bild 4

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2021

Brunnen Infopoint Deutsch-Griffen 5

Brunnen Infopoint Deutsch-Griffen - Bild 5

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2021

Brunnen Infopoint Deutsch-Griffen 6

Brunnen Infopoint Deutsch-Griffen - Bild 6

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2021

Brunnen Infopoint Deutsch-Griffen 7

Brunnen Infopoint Deutsch-Griffen - Bild 7
Thumb 1 Thumb 2 Thumb 3 Thumb 4 Thumb 5 Thumb 6 Thumb 7

Beschreibung

Im Zuge der Gestaltung des Rastplatzes und Info-Points an der Gurktal Straße fertigte Steinmetzmeister Herbert Wieland im Auftrag der Gemeinde Deutsch-Griffen einen Brunnen, der das traditionelle Kugelwerfen in den Nockbergen thematisiert. Der Brunnensockel ist aus Sölker Marmor (Steiermark) gefertigt, die darauf sitzende Kugel besteht aus Wachauer Marmor (Niederösterreich). Der Sockel trägt die Inschrift "Auf g'schaut Kugelwerfen Deutsch-Griffen".

Legende, Geschichte, Sage

Rund um die Nockregion wird der österliche Brauch des Kugelwerfens bis heute von Jung und Alt hochgehalten, so auch in Deutsch-Griffen. Wichtigster Bestandteil dieses inzwischen fast zum Volkssport gewordenen Brauches sind Holzkugeln aus jungen Birkenwurzeln. Das Holz wird mit Axt und Messer zu einer faustgroßen Kugel geformt und danach durchbohrt und mit flüssigem Blei ausgegossen, um ein Gewicht von 300 bis 400 Gramm zu erhalten.
In Deutsch-Griffen misst man sich jährlich am Ostermontag beim vulgo Hofbauer und 14 Tage später nochmals beim Gasthof Raffelwirt im Kugelwurf-Wettkampf. Es werden jeweils zwei Mannschaftsführer, sogenannte Mare ernannt, die abwechselnd die Mitspieler für ihre Gruppe auswählen. Alternativ erfolgt die Auswahl der Spieler per Los. Die Mannschaftsführer beginnen dann entlang einer 5 - 8 km langen Rundstrecke die Kugeln zu werfen. Wenn der Mannschaftsführer wirft, müssen die anderen Mitglieder der Marschaft "Aufschaun", also nachsehen, wo die Kugel gelandet ist. Kommt sie vom Weg ab, gibt es einen Strafpunkt, der mittels einer Kerbe auf einen Haselstock, welchen die beiden Marschaften mit sich führen, vermerkt wird. Auch wenn der Mar seinem Gegner mit zwei Würfen nicht nachkommt, wird er mit zwei Kerben auf dem Stock "bestraft". Der Reihe nach werfen anschließend die weiteren Teammitglieder.
Am Ziel werden die Kerben am Haselstock zusammengezählt und die Mannschaft mit den meisten Kerben hat verloren. Beim abschließenden Zusammensitzen werden die Gewinner von den Verlierern auf ein Getränk eingeladen. Ausgeübt wird das Kugelwerfen im Gurktal von Wachsenberg über Sirnitz, Altenmarkt und Gurk bis ins Lieser- und Maltatal.
Geschichtlich hat der Brauch laut Heimo Schinnerl, ehemaliger Leiter der Abteilung für Volkskunde am Kärntner Landesmuseum, seine Wurzeln in den sogenannten Flurbegehungen, bei welchen man früher gemeinsam die Herrschaftsgrenzen abschritt. Diese Begehungen versuchte man für die teilnehmende Bevölkerung abwechslungsreich und unterhaltsam zu gestalten und verband sie daher mit verschiedensten Aktivitäten.

Gemeinde

Deutsch-Griffen

Standort

Der Brunnen steht an der Gurktal Straße beim Infopoint an der Abzweigung nach Deutsch-Griffen.
Gurktal Straße
9572 Deutsch-Griffen

Entstehungszeit

1990-er Jahre

KünstlerIn

Steinmetz Wieland/Feldkirchen

Eigentümer / Betreuer

Gemeinde Deutsch-Griffen