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Wandrelief am Josef-Bürger-Hof

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2023

Wandrelief Josef Bürger Hof 1

Wandrelief am Josef-Bürger-Hof - Bild 1

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2023

Wandrelief hl. Georg 2

Wandrelief am Josef-Bürger-Hof - Bild 2

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2023

Wandrelief hl. Georg 3

Wandrelief am Josef-Bürger-Hof - Bild 3

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2023

Wandrelief hl. Georg 4

Wandrelief am Josef-Bürger-Hof - Bild 4
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Beschreibung

Ein lebensgroßes Wandrelief des hl. Georg ziert die Südfront des sogenannten Josef-Bürger-Hofes in der Gailitzer Straße in Arnoldstein. Die Benützungsbewilligung für das Gebäude, das zum Gedenken an den einstigen Bürgermeister der Gemeinde Arnoldstein, dem letztlich die Realisierung des Wohnbauprojektes zu danken war und dessen Namen es erhielt, wurde im Jahr 1960 erteilt. Die Planung und Bauleitung lagen in den Händen des Architekten Ing. Herbert Santner. Die feierliche Schlüsselübergabe erfolgte am 22. Oktober 1960, musikalisch umrahmt vom Männergesangsverein "Almrausch" und der Werkskapelle der BBU.
Durch den in späteren Jahren an der Fassade aufgebrachten Vollwärmeschutz sind die Initialen des Künstlers, der das Relief schuf, verloren gegangen.

Legende, Geschichte, Sage

Benannt ist das Gemeindewohnhaus nach dem einstigen Arnoldsteiner Bürgermeister Josef Bürger.

Lebenslauf:
Josef Bürger wurde am 27. Februar 1905 in Wien geboren. Sein Vater, Josef Bürger sen., fiel im Ersten Weltkrieg in den Karpaten; seine Mutter Pauline starb bald darauf. Nach dem Besuch der Volks- und Bürgerschule im 16. Bezirk in Wien erlernte Josef Bürger das Kaminfegerhandwerk (1919–1922) bei Meister Ludwig Zach in Stein (Krems/Donau) und war dort bis Ende 1924 als Gehilfe beschäftigt. 1925 übersiedelte er von Wien nach Arnoldstein, um hier seiner Profession nachzugehen, und heiratete noch im selben Jahr, am 23. November 1925, Paula Konzilia. Der Ehe entstammen vier Kinder.
In den Jahren 1940 – 41 war Josef Bürger zum Heeresdienst eingezogen; vom 12. März 1945 bis 16. Mai 1945 befand er sich als Häftling im KZ Dachau. Nach Kriegsende wurde er von dort entlassen und bereits am 17. Mai 1945 zum provisorischen Bürgermeister der Marktgemeinde Arnoldstein eingesetzt; bei den darauffolgenden regulären Wahlen wurde er wiederholt zum Bürgermeister gewählt.
In seine Amtszeit fallen neben dem Wiederaufbau der durch den Krieg stark in Mitleidenschaft gezogenen Infrastruktur der Gemeinde Arnoldstein unter anderem die Errichtung eines Parkfriedhofes in Arnoldstein-Gailitz, eines öffentlichen Parkes östlich vom Gemeindehaus sowie die Erstellung eines Flächenwidmungsplanes für das Gemeindegebiet. Darüber hinaus war er auch im öffentlichen Leben der Marktgemeinde sehr aktiv und übernahm unzählige Aufgaben, beginnend beim Sportverein über die Kinderfreunde bis hin zur Freiwilligen Feuerwehr. Josef Bürger war außerdem als gerichtlich beeideter Sachverständiger in der Untergruppe Brandsachen für den Bezirksgerichtssprengel Villach zuständig.
In Anerkennung seiner Leistungen wurden ihm mehrere Auszeichnungen verliehen. Er verstarb am 8. Jänner 1960. Sein Grab befindet sich im Parkfriedhof von Arnoldstein.

Gemeinde

Arnoldstein

Standort

Das Relief ziert die Südfassade des Gebäudes.
Josef Bürger Hof 1
9601 Arnoldstein

Entstehungszeit

1960

Eigentümer / Betreuer

Marktgemeinde Arnoldstein