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Harpfe vulgo Titscher

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2024

Harpfe vulgo Titscher 1

Harpfe vulgo Titscher - Bild 1

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2024

Harpfe vulgo Titscher 2

Harpfe vulgo Titscher - Bild 2

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2024

Harpfe vulgo Titscher 3

Harpfe vulgo Titscher - Bild 3

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2024

Harpfe vulgo Titscher 4

Harpfe vulgo Titscher - Bild 4

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2024

Harpfe vulgo Titscher 5

Harpfe vulgo Titscher - Bild 5

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2014

Harpfe vulgo Titscher 6

Harpfe vulgo Titscher - Bild 6

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2024

Harpfe vulgo Titscher 7

Harpfe vulgo Titscher - Bild 7
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Beschreibung

Eine rund 22 m lange, gut erhaltene hölzerne Doppelharpfe, im Gailtal auch als „Kesn“ bekannt, steht rund 300 m östlich der Ortschaft Agoritschach weithin sichtbar inmitten einer großen Wiese. Es handelt sich hier um eine zweigeschoßige und dreitorige Harpfe, wobei sich die „Tore“ an der Längsseite der Harpfe zwischen den Eckstehern befinden. Um das Abmorschen der Steher hintanzuhalten, besitzen diese zum Teil betonierte Sockel.
Die zur Hofstelle vulgo Titscher gehörende Harpfe besitzt aus Eichenholz gefertigte Ecksteher und ein mit Holzbretteln gedecktes Satteldach. Zwischen den Stehern sind zahlreiche Stangen, die sogenannten „Duren“, aus Fichte eingezogen. Diese sind nicht befestigt, sondern werden einfach durch die annähernd quadratischen Löcher am Steher hindurchgeschoben und können so bei Bedarf jederzeit wieder entfernt oder ausgetauscht werden. Am Hof vulgo Titscher wurde noch bis in die 1960er Jahre mit der Hand gemäht und das Getreide auf der Harpfe getrocknet und schließlich im Stadel gedroschen. Auf den umliegenden Feldern wurde früher vorwiegend Hafer und Roggen, aber auch Weizen angebaut.

Legende, Geschichte, Sage

Historikern zufolge ist die Entstehung der "Harpfe" darauf zurückzuführen, dass in der sogenannten "Kleinen Eiszeit" vom 15. bis ins 19. Jh. mit kürzeren Sommern und höheren Niederschlägen das Getreide auf den Feldern nicht ausreifen und auch nicht direkt am Feld trocknen konnte. Aus diesem Grund war es notwendig, die Garben geschützt vor Regen aufhängen zu können. Die Harpfe, ein überdachtes Bauwerk aus Holz mit senkrechten Pfosten und waagrechten, in regelmäßigen Abständen angeordneten Stangen zum Trocknen von Heu oder Getreide, war geboren. In Kärnten besteht eine mehr als 400-jährige Harpfentradition.

Gemeinde

Arnoldstein

Standort

Die Harpfe steht rund 250 m östlich der Hofstelle vulgo Titscher.
Agoritschach 4
9601 Arnoldstein

Eigentümer / Betreuer

Dietmar Haberle vulgoTitscher