Der massive Pfeilerbildstock im Ortszentrum von Maglern, neben dem Dorfbrunnen und einer heute nicht mehr bestehenden Dorflinde errichtet, besitzt vier große, flache Rundbogennischen und ein mit Holzschindeln gedecktes Zeltdach, dessen oberen Abschluss ein einfach gestrichenes Kreuz bildet. Das Alter des Bildstockes ist nicht überliefert. Erzählungen zufolge befand er sich in den 1950er Jahren in einem zuletzt schon sehr desolaten Zustand, so dass im Dorf für seine Sanierung gesammelt wurde. Nach Abschluss der Renovierung segnete Pfarrer Valentin Stückler das Kreuz. Im Jahr 1986 erfolgte eine neuerliche Sanierung des Flurdenkmals durch den Maler Andreas Malowerschnig. 2007 erhielt das Dorfkreuz auf Initiative der Nachbarschaft Maglern auch ein neues Schindeldach.
Beim Bildstock werden alljährlich Maiandachten gefeiert. Unter Pfarrer Valentin Stückler führte die alljährliche Fronleichnamsprozession bis Mitte der 1950er Jahre noch von der Pfarrkirche in Thörl bis zum Dorfbildstock in Maglern. Diese große Runde wurde danach aufgegeben.
Die Pilger aus der Südweststeiermark machen bei ihrem Weg auf den Monte Lussari nach wie vor beim Bildstock in Maglern Station.
Traditionell war der Dorfplatz in Maglern auch stets Austragungsort des Kufenstechens mit anschließendem Lindentanz. Der Termin ist bei fünf Sonntagen im Monat immer der letzte Sonntag im August, ansonsten der 1. Sonntag im September. Gab es bis in die 1960er Jahre in Thörl und Maglern jeweils eigene Kirchtage, so wird das Kufenstechen seit den 1970er Jahren von beiden Orten gemeinsam in Maglern gefeiert. Treffpunkt der Reiter ist immer beim Bildstock, dann geht es gemeinsam zum Kufenstechen auf die Wiese, das sogenannte Kleinfeld, östlich der Ortschaft hinaus.
Die Abschlussfeier erfolgt beim Rüsthaus in Thörl.
Das Kufenstechen wird von den ledigen Burschen des Dorfes organisiert. Am Sonntag wird der „Ledigenkirchtag“ und am Montag der „Verheiratetenkirchtag“ gefeiert.
Wann der Bildstock in Maglern errichtet wurde, ist nicht überliefert, doch erzählen die ältesten Bewohner, dass der Bildstock mehr als 100 Jahre alt sein soll.
Dafür spricht den Angaben von Dr. Gerhard Grubelnik zufolge auch folgender Umstand: In der östlichen Bildstocknische findet sich eine Darstellung des hl. Florian, der ein brennendes Dorf löscht. Dieses Bildnis deutet eindeutig auf den verheerenden Brand des Ortes Maglern im Jahr 1892 hin, bei dem die gesamte Ortschaft – mit Ausnahme des am Ortsbeginn stehenden Objektes vulgo Kramer (Nr. 4) und der am Ende des Ortes befindlichen Liegenschaft vulgo Hrastnik (Nr. 24) – eingeäschert worden ist. Der Bildstock dürfte daher irgendwann zwischen 1892 und 1900 errichtet worden sein.
Im Osten: hl. Florian
Im Süden: Muttergottes mit Kind
Im Westen: Auferstandener Christus (vor der letzten Renovierung: Kreuzabnahme)
Im Norden: Kreuzigung (vor der letzten Renovierung: hl. Sebastian)
Arnoldstein
Der Bildstock steht im Ortszentrum.
Maglern
9602 Arnoldstein
vermutlich Ende 19. Jh.
Andreas Malowerschnig
Fam. Ottowitz/Nachbarschaft Maglern
| Kategorie | Bildstöcke / Wegkreuze |
| Gemeinde | Arnoldstein |
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