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Kapelle bei Votla peč (beim hohlen Felsen)

Foto: Stanko Jelen 2011

Kapelle bei Votla peč (beim hohlen Felsen) - Bild 1

Foto: Stanko Jelen 2011

Kapelle bei Votla peč (beim hohlen Felsen) - Bild 2

Foto: Stanko Jelen 2011

Kapelle bei Votla peč (beim hohlen Felsen) - Bild 3
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Beschreibung

Die Kapelle ist ein gemauertes Objekt mit einem Innenraum. Sie gehört zu den Kapellen mit einem Glockenturm. Sie hat keine Außenbemalung.

Legende, Geschichte, Sage

Die Kapelle steht an dieser Stelle, wo vor Jahrhunderten der Schlossherr von Javornik starb. Er war streng und grausam mit seinen Untertanen. Bei der Ernte verfolgte er die Schnitterinnen, die im Frontdienst auf seinen Ackern waren auf Schritt und Tritt. Und wenn eine hinter der Reihe zurückblieb, sagte er: «Ist hier irgendeine Echse versteckt, vor der du Furcht hast?
Weil er wegen seinen Rechten mit der Geistesobrigkeit stritt, wurde er vor das Adelsgericht in Graz gestellt. Dieses sprach ihn schuldig und verurteilte ihn auf einen Küss der Eisenjungfrau. Die Jungfrau drückte ihn zu fest zusammen und er starb an der Stelle, wo heute die Gedenkkapelle steht. Schon von unterwegs sandte er auf das Schloss den Befehl, dass die hörigen Bauern für seine Rückkehr soviele Schweine schlachten müssen, dass er im warmen Schweineblut baden kann, denn nur dieses kann ihn heilen. Als das Fuhrwerk unter dem Schloss war, beendeten die Bauern gerade ihre Arbeit. Dann wurde der Schlossherr tot auf den Hof gebracht. Deswegen ist die Kapelle nicht nur ein Denkmal dem verstorbenen Tyrann, sondern auch ein Denkmal der Knechtschaft seiner Dienerschaft.
In der Pfarrchronik aus dem Jahr 1955 ist eine interessante Inschrift: »Kapelle unter Votla peč wurde aufs Neue verputzt, weil sie nämlich sehr abgenutzt war. In dieser Gelegenheit gaben wir darin wieder ein Bild der Unbefleckten, die vorläufig in der Rutnik-Kapelle war. Vor ungefähr fünf Jahren schändeten die Unbekannten im ganzen Slowenien die Kapellen und Kreuze. In dieser Zeit wurde das Bildnis auf der Eisenbahnstrecke gefunden, aber noch rechtzeitig gerettet.
Die Kapelle wurde im Jahr 1988 wieder gründlich renoviert und überstrichen. Die Renovierung erledigten Anton Ovčar aus Ravne und Igor Glasenčnik mit finanzieller Hilfe der Pfarre Ravne.
Quelle: Lovro Kuhar-Prežihov Voranc,Od Meže do Poljane, Zbrano delo 9,Zbirka »Od Kotelj do Belih Vod«, Ljubljana 1973, str. 169-191.; Igor Glasenčnik, Znamenja v Mežiški, Mislinjski in Dravski dolini, Koroški tednik, Jahrgang II, Nr. 21, 28. Mai 1998, Seite 7.

Motive / Inschriften

Im Inneren das Bild: Maria die Unbefleckte.

Gemeinde

Ravne na Koroškem

Denkmalschutznummer

EŠD 14067

Standort

Die Kapelle steht neben der Hauptstraße Ravne-Dravograd auf einem Felsen beim Fluß Meža, in der Nähe von Votla peč.

Entstehungszeit

Letztes Viertel des 19. Jahrhundert; erste Renovierung 1955, zweite Renovierung 1988.

KünstlerIn

Nicht bekannt

Eigentümer / Betreuer

Pfarre des heiligen Ägidius Ravne na Koroškem.

Dazu im Lexikon