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Partisanendenkmal Abtei

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2019

Partisanendenkmal Friedhof Abtei 1

Partisanendenkmal Abtei - Bild 1

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2019

Partisanendenkmal Friedhof Abtei 2

Partisanendenkmal Abtei - Bild 2

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2019

Partisanendenkmal Friedhof Abtei 3

Partisanendenkmal Abtei - Bild 3

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2019

Partisanendenkmal Friedhof Abtei 4

Partisanendenkmal Abtei - Bild 4

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2019

Partisanendenkmal Friedhof Abtei 5

Partisanendenkmal Abtei - Bild 5
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Beschreibung

Das Denkmal geht auf das Jahr 1971 zurück und wurde zum Gedenken an die bei den Kampfhandlungen am 25. August 1942 in Robesch gefallenen Partisanen errichtet.

Legende, Geschichte, Sage

Auf der Homepage des Verbandes der Kärntner Partisanen findet sich zu dem beschriebenen Denkmal folgender Bericht:
Am Friedhof von Abtei sind zwei Partisanen begraben, gefallen im Kampf mit SS-lern in Robesch, beim ersten bewaffneten Zusammenstoß zwischen Befreiungskämpfern mit einer deutschen Einheit auf dem Boden der Ostmark des Dritten Reichs.
Das Oberkommando der slowenischen Partisanengruppen hatte im März 1942 die Bildung größerer militärischer Einheiten unter der Bezeichnung „Abteilung” angeordnet, mit einem Abteilungsstab an der Spitze. Sie sollten aus den bisherigen selbständigen und nicht verbundenen Gruppen und Bataillonen der slowenischen nationalen Befreiungseinheiten stufenweise und parallel mit dem Anwachsen der bewaffneten Widerstandsbewegung formiert werden. Zur besseren Koordination der Abteilungen wurden weiters die Bildung größerer, aus einzelnen Abteilungen zusammengesetzter Einheiten unter der Bezeichnung "Gruppe der Abteilungen" angeordnet, und zwar: I. Gruppe der Abteilungen (Gorenjsko, Kokra und Kärnten), II. Gruppe der Abteilungen (Savinjsko, Pohorje, Dravsko), III. Gruppe der Abteilungen (Dolenjsko, Bela krajina, Notranjsko) und IV. Gruppe der Abteilungen (Ptuj, Haloze, Kozje). Letztere wurde nicht formiert.
Im Sommer 1942 sollte die II. Gruppe der Abteilungen von Dolenjsko in die Steiermark verlegt werden. Mitte August 1942 aber führte die deutsche Wehrmacht eine schwere Offensive durch, gerichtet gegen die Partisaneneinheiten auf der Jelovica, wo sich auch das erste Bataillon der II. Gruppe der Abteilungen befand. Alle Wege, alle möglichen Übergänge in die Steiermark, Gipfel und Bergsättel wurden von den Deutschen besetzt. In dieser heiklen Situation entschloss sich der Bataillonsstab zur Überquerung der Karawanken, um auf diesem Weg in die Steiermark zu gelangen.
In der Nacht zum 20. August überwand das Bataillon die Koschuta und gelangte am späten Nachmittag nach Zell-Mitterwinkel. Die erschöpften Partisanen wurden von der dortigen Bevölkerung herzlich empfangen, informierten diese über das Programm der Befreiungsfront und diskutierten darüber.
Das Bataillon wollte seinen Weg über Unterebriach fortsetzen und in der Nähe von Eisenkappel die alte österreichisch-jugoslawische Grenze überschreiten, um ins obere Savinja-Tal zu gelangen. Von Einheimischen über deutsche Truppenbewegungen informiert, entschloss sich die Führung, dieses Gebiet über die nördlichen Ausläufer der Setitsch-Alm und des Obir zu umgehen. Auf diese Weise kamen die Partisanen am 25. 8. 1942 in die Nähe von Abtei, machten am Waldrand oberhalb des Lesjak-Hofs in Robesch halt und schlugen ihr Lager auf - das dann unvermutet von einer SS-Einheit überfallen wurde. Im Kampf fielen zehn Angehörige der SS, die Partisanen hatten zwei Todesopfer: Jože Vidergar-Senko und Jožef Kanzijan-Škorc. Diese beiden waren die ersten in Kärnten gefallenen Kämpfer. Ihre Leichname wurden einige Tage später nach Abtei übergeführt und dort begraben. Bis zur Aufstellung des neuen Grabsteins erinnerte an sie eine Gedenktafel über dem Grab an der nordöstlichen Seite der Friedhofsmauer - mit der Aufschrift: "An diesem Ort ruhen die beiden Kämpfer der II. Gruppe der Abteilungen, gefallen am 28. 8. 1942 in Kampf für die Freiheit des slowenischen Volkes. / Ehre den beiden gefallenen Helden!" Andere Daten waren in die Gedenktafel nicht eingemeißelt worden, weil man damals nur die Partisanennamen kannte: Senko und Škorc. Auch das neue Denkmal erwähnte Jože Vidergar zuerst nur als Senko. Erst später wurde seine Identität geklärt. Jože Vidergar war schon vor dem Krieg in der Arbeiterbewegung aktiv und Mitglied der KPS gewesen. Den auf dem Podlipoglav in Dolenjsko operierenden Partisanen hatte er sich im Frühjahr 1942 angeschlossen. Sein Heimatort war Polje bei Ljubljana. Er hinterließ Frau und Tochter, von letzterer hatte er seinen Partisanennamen übernommen.

Quelle:
https://www.partizani.at/de/otoki/spomeniki/apace

In dem Buch "Titostern über Kärnten" (Klagenfurt 1984) schreibt der Autor Ingomar Pust über das Parisanendenkmal am Friedhof von Abtei auf S. 243 wie folgt:
"Auch auf dem Friedhof in Abtei wurde für die zwei in Robesch gefallenen Partisanen ein eigenes Denkmal errichtet. Dabei ist einer von ihnen gar nicht im Kampf gefallen. Er war mit einem Oberschenkelschuss nur gehunfähig, die Genossen wollten ihn nicht lebend in die Hand der Deutschen fallen lassen. Man fand den Toten - vermutlich war er ein Politkommissar - mit einem bläulich umrandeten Naheinschuss auf der Stirn."

Motive / Inschriften

Padlim Partizanom 1941 - 1945
Den gefallenen Partisanen
Jožef Kanzijan
Škorc
Jože Vidergar
Senko
Zveza
Koroških
1971
Verband
der Kärntner
Partisanen

Gemeinde

Gallizien

Standort

Das Denkmal steht am Friedhof von Abtei nördlich der Kirche.

Entstehungszeit

1971

Eigentümer / Betreuer

Verband der Kärntner Partisanen