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Bildstock St. Johann in Feistritz

Foto: JT 2023

Bildstock St. Johann in Feistritz 1

Bildstock St. Johann in Feistritz - Bild 1

Foto: JT 2023

Bildstock St. Johann in Feistritz 2

Bildstock St. Johann in Feistritz - Bild 2

Foto: JT 2023

Bildstock St. Johann in Feistritz 3

Bildstock St. Johann in Feistritz - Bild 3
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Beschreibung

Der barocke, gelb-weiß verputzte Bildstock oberhalb des ehemaligen Bauernhofes vlg. "Verweser", an einer ehemaligen Verwaltungsgrenze sowie aktuell am Grenzpunkt dreier Grundstücke gelegen, besitzt eine tiefe Rundbogennische mit einem Kruzifix und einem mit Ziegeln gedeckten Satteldach. Der Überlieferung zufolge soll dieser anstelle der einstigen, durch ein Unwetter zerstörten Filialkirche St. Johann in Feistritz errichtet worden sein.
Durch die erhöhte Lage auf einer Mauer wird sichergestellt, dass die Sichtachsen auch an der heutigen Straßenkreuzung zwischen den Straßen nach St. Veit/Glan, Feldkirchen und Klagenfurt noch erhalten sind.

Legende, Geschichte, Sage

1547 erste Erwähnung der Filialkirche "St. Johann in Feistritz" (Feistritz war der Ortsname bis zur Gründung der Gemeinde Liebenfels 1958).
Ab dem 16. Jahrhundert wurde Feistritz zum Zentrum der Eisenindustrie im Oberen Glantal und es gab mehrere Mühlen und Sägen, vorwiegend am Feistritzbach, welcher die östliche Grenze des ehemaligen Bauernhofes "Verweser" bildet. Der Ort lag an der Straßenverbindung von Sankt Veit an der Glan nach Villach und somit an der Triester Straße. Doch kam zum Niedergang der Eisenindustrie auch noch eine Hochwasserkatastrophe 1874, die die Mühlen und Sägen zerstörte.
Bei diesem Hochwasser wurde auch die Filialkirche "St. Johann in Feistritz" zerstört, anschließend wurde der gegenständliche Bildstock anstelle der Kirche errichtet. In Feistritz/Liebenfels gab es somit bis zur Errichtung des "Seelsorgezentrums Liebenfels" in den 2000-er Jahren keine Kirche mehr.
1983 erolgte eine Spendensammlung in der Bevölkerung, um den Bildstock zu renovieren. Damals wurde dieser irrtümlich dem "Hl. Thomas" zugeschrieben, was auch in der Bemalung im Giebel seinen Ausdruck fand.
2018 wurde der Bildstock vom aktuellen Eigentümer der Liegenschaft vulgo "Verweser" renoviert und eine Infotafel unter der Bildstocknische angebracht.

Gemeinde

Liebenfels

Standort

Der Bildstock steht in Liebenfels an der Grenzmauer eines Gartens östlich der Billa Filiale.
Liebenfels 1
9556 Liebenfels

Entstehungszeit

etwa 1874