Login



Ziegelgitterfenster vulgo Zechner

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2020

Ziegelgitterfenster vulgo Zechner 1

Ziegelgitterfenster vulgo Zechner - Bild 1

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2020

Ziegelgitterfenster vulgo Zechner 2

Ziegelgitterfenster vulgo Zechner - Bild 2

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2020

Ziegelgitterfenster vulgo Zechner 3

Ziegelgitterfenster vulgo Zechner - Bild 3

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2020

Ziegelgitterfenster vulgo Zechner, nrödliche Giebelseite

Ziegelgitterfenster vulgo Zechner - Bild 4

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2020

Ziegelgitterfenster vulgo Zechner 4

Ziegelgitterfenster vulgo Zechner - Bild 5

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2020

Ziegelgitterfenster vulgo Zechner, Südfront

Ziegelgitterfenster vulgo Zechner - Bild 6
Thumb 1 Thumb 2 Thumb 3 Thumb 4 Thumb 5 Thumb 6

Beschreibung

Der mehrgeschoßige L-förmige Stadel am Hof vulgo Zechner wurde vermutlich zwischen 1860-1880 von Matthias Laggner (1838-1897) erbaut. Der südliche Ost-West-Trakt ist rund 28 m, der Nord-Südflügel 17 m lang, bei einer Breite von jeweils rund 13 m.
Die Rundbogen- und Dreieckfenster am Stadel besitzen schräg ineinander gestellte Ziegel, wie sie besonders gegen Schlagregen gebaut wurden. Die Ziegel sind sogenannte Baierleziegel aus Göriach (benannt nach der Lehmgrube des Bauern Baierle in Premersdorf). Das Dach war ebenfalls damit gedeckt. Mit diesen Ziegeln erfolgte auch noch die letzte Deckung des südlichen Daches um das Jahr 2005. Ob die Mauerziegel auch aus Premersdorf stammen, ist nicht bekannt.
Das Untergeschoß des Wirtschaftsgebäudes ist zur Gänze mit Säulen und Ziegelgewölbe ausgeführt. Der deckenlastige Bergeraum und der Dachstuhl erstrecken sich über 3 Ebenen. Ende der 1960-er Jahre erfolgte an der Westseite des Stadels der Anbau eines Fahrsilos mit Pultdach, wodurch die westlichen Ziegelfenster bis auf zwei entfernt wurden. An der Ostseite entstanden im Obergeschoß Büroräumlichkeiten und im Norden eine Wirtschafterwohnung, wodurch hier einige Ziegelfenster durch Glasfenster ersetzt wurden. Insgesamt sind bis heute noch 11, teils erneuerte, Ziegelgitterfenster des Wirtschaftsgebäudes erhalten geblieben. Im Jahr 1982 erfolgte eine Fassadensanierung, wodurch die roten Ziegelgitterfenster wieder besonders schön zur Geltung kommen.

Legende, Geschichte, Sage

Der Hof vulgo Zechner in Pusarnitz wurde am 22. Juli 1322 erstmals urkundlich erwähnt. Ein Zechner zu Pusarnitz trat als Zeuge vor Gericht in Sachsenburg auf. In der Pfarrchronik sind die Eigentümer zurückreichend bis 1649 nachweisbar. Der Zechnerhof trieb die Abgaben der erzbischöflichen salzburgischen Untertanen in der Pfarre Pusarnitz ein und lieferte diese an den Burgfried Feldsberg, später nach dem Verfall der Burg Ende des 16. Jhs. in die Festung nach Sachsenburg.
Der Familienname Laggner ist seit 1824 am Hof. Der Zechnerhof wird bis heute bewirtschaftet und als Familienbetrieb geführt.

Gemeinde

Lurnfeld

Standort

Der Stadel steht gegenüber vom Wohnhaus.
Markplatz 1
9812 Pusarnitz

Entstehungszeit

um 1860

Eigentümer / Betreuer

Fam. Laggner vulgo Zechner

Dazu im Lexikon