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Altenmarkter Kreuz

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2019

Altenmarkter Kreuz 1

Altenmarkter Kreuz - Bild 1

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2019

Altenmarkter Kreuz 2

Altenmarkter Kreuz - Bild 2

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2019

Altenmarkter Kreuz 3

Altenmarkter Kreuz - Bild 3

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2019

Altenmarkter Kreuz, Heilige Dreifaltigkeit

Altenmarkter Kreuz - Bild 4

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2019

Altenmarkter Kreuz 4

Altenmarkter Kreuz - Bild 5

Foto: Archiv um das Jahr 2000

Altenmarkter Kreuz, vor der letzten Renovierung

Altenmarkter Kreuz - Bild 6

Foto: Siegfried Mohl 2015

Einweihung Altenmarkter Kreuz

Altenmarkter Kreuz - Bild 7
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Beschreibung

Das Altenmarkter Kreuz ist ein Breitpfeilerstock mit einer halbhohen Rundbogennische und einem mit Holzbretteln gedeckten Walmdach. Die Nische ist nach Osten hin ausgerichtet. Zuletzt 2015 renoviert und mit einem neuen Nischenbild von Heike Gasser ausgestattet, erfolgte die Segnung des Bildstockes am 29. August 2015 durch Pfarrer Jakub Radziwonski im Beisein von Bürgermeister Gerald Preimel und Prof. Dr. Alexander Rainer sowie zahlreicher Freunde und Nachbarn.
Heike Gasser malte die Darstellung der Heiligen Dreifaltigkeit mit mineralischer, lichtbeständiger Außendispersion auf eine Dreischichtplatte, die in der Bildstocknische angebracht und durch ein Plexiglas geschützt ist.

Legende, Geschichte, Sage

Das Altenmarkter Kreuz markiert vermutlich einen Grenzpunkt des einstigen Landgerichtes Ortenburg und des Burgfrieds Feldsberg. So schreibt Eduard Skudnig in seinem Buch "Bildstöcke in Kärnten" (erschienen im Verlag des Landesmuseums, Klagenfurt 1977) bei der Auflistung der Burgfriedgrenzen unter der Ortschaft Möllbrücke über das bereits in einem Bereitungsprotokoll von 1545 erwähnte "Hohe Kreuz", einem sogenannten Übergabekreuz, dass sich dieses in Möllbrücke etwa 250 m vor - also östlich - der Teilung der Bundesstraße befunden hat, was ziemlich genaue jener Stelle entspricht, an welcher heute das Altenmarkter Kreuz steht.
In der Chronik "750 Jahre Möllbrücke 1253 - 2003", erschienen 2003, steht in diesem Zusammenhang - bezugnehmend auf das Protokoll des Pflegers Christoph Neuschwerdt, datiert mit dem 2. Mai 1542 - allerdings zu lesen: "Malefizpersonen mussten drei Tage nach ihrer Ergreifung beim Hohen Kreuz vor Lendorf an das Landgericht Ortenburg ausgeliefert werden." Und weiter heißt es in der Chronik: "Der Burgfried Feldsberg reichte vom Hohen Kreuz an der Straße gegen Lendorf im Osten bis zur Wasserscheide auf der Bösen Nase im Norden zum Grenzstein am Metnitzer Kreuz im Westen und wieder bis zur Landstraße über dem Magdalenskirchlein im Süden, wo ein großer Grenzstein als Marke stand."
Wirft man einen Blick auf das Kartenprogramm des Landes Kärnten, entspricht das oben beschriebene Gebiet des Burgfried Feldsberg weitgehend der heutigen Katastralgemeinde Pusarnitz und umfasst die Ortschaften Pusarnitz, Steindorf, Stöcklern und Tröbach. Das Altenmarkter Kreuz bildet dabei den südwestlichen Eckpunkt.
Von den Lurnfeldern wird der Standort des "Hohen Kreuzes" bei den ehemaligen vor einigen Jahren geschlägerten drei Linden an der Abzweigung zum Litzlhof vermutet.
Hat sich Eduard Skudnig bei der Verortung des "Hohen Kreuzes" in der Ortschaft Altenmarkt also womöglich geirrt und sollte dieses tatsächlich weiter östlich gestanden haben als er es beschreibt? Für die Richtigkeit seiner Angaben spricht allerdings ein Beitrag zur Geschichte der Burg Feldsberg am Lurnfeld von Alexander Rainer, erschienen in der Carinthia I, Teilband 2, im Jahr 2014. Rainer berichtet darin über eine Malefizperson, die im Jahr 1377 im Bereich des Burgfrieds der Feste Feldsberg erschlagen worden war, aber "nach der damaligen Rechtslage dem Görzer Landgericht beim alten Markt am Lurnfeld übergeben werden hätte müssen." Hier findet sich eindeutig der Hinweis auf Altenmarkt als Übergabeort.

Motive / Inschriften

Vor der Renovierung von 2015 war in der Bildstocknische ein Bildnis Muttergottes mit Kind zu sehen. Davor befand sich hier laut den Angaben von Franz und Karoline Farthofer in ihrem Buch "Die Bildstöcke Kärntens" (erschienen 1984 im Verlag des Landesmuseums für Kärnten) ein Bild der hl. Anna (Anna lehrt Maria das Lesen) geschützt durch ein schmiedeeisernes Gitter. Aktuell besitzt der Bildstock eine Darstellung der Heiligen Dreifaltigkeit.

Gemeinde

Lurnfeld

Standort

Der Bildstock steht an der alten Bundesstraße am östlichen Ortsbeginn von Möllbrücke.
Altenmarkt
9813 Lurnfeld

KünstlerIn

Heike Gasser

Eigentümer / Betreuer

Fam. Waditzer