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KULTURDENKMÄLER in KÄRNTEN und SLOWENIEN

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Großer Hildegardstock

Legende, Sage, Geschichte

Hildegard von Stein, die Frau des Marktgrafen Albuin, wurde der Legende nach während der Abwesenheit ihres Mannes von ihrem Schwager zur Untreue gedrängt. Weil sie aber widerstand, verleumdete sie dieser nach der Rückkehr ihres Mannes. Dieser warf sie mitsamt ihrer Zofe vom Schloss Prosenitza den Felsen hinunter, zumal ihm eine Kuhmagd vorher versicherte, dass sie zu Stein erstarren wolle, wenn die Herrin unschuldig sei. Hildegard wurde von Engeln aufgefangen und überlebte, die Magd Lupa erstarre zu Stein, der Marktgraf suchte die Tat durch Pilgerfahrten nach Rom, Jerusalem und Santiago di Compostela zu sühnen.
Hildegard lebte fortan auf Stein als mildtätige Helferin der Armen und Bedrängten.

Quelle: J. Markl – M. Gutterer, Flurdenkmäler in Kärnten. Wegkreuze und Bildstöcke, Klagenfurt: Carinthia 1991.

Beschreibung

Hoch über dem Bildstock erheben sich die Wehrkirche St. Lorenzen und der Karner (Rundturm), Reste der alten Befestigungsanlage und der "Kärntner Kreuzweg".
Beim Hildegardstock handelt es sich um einen Breitpfeilerbildstock mit einer eigenwilligen Dachkonstruktion: Es besteht aus drei Teilen, die in den Seitenschrägen ineinander übergehen. Der Mittelteil erinnert an den Kippwalm bzw. „Schopf“ des Kärntner Bauernhauses. (Markl/Gutterer)
Im Schutz des Daches sind die barocken Fresken der Hl. Hildegard, Ignatius und Franz Xaver von 1717 als einzige erhalten.
Hildegard, in barocker Tracht, reicht einem Bettler Brot. Zu ihren Füßen steht ein Korb voller kleiner Brotlaibchen, wie sie heute noch beim Steiner Striezelwerfen verwendet werden. Im Hintergrund ist eine Landschaft angedeutet.
Die große Halbnische beherbergt heute nur mehr eine Gipsstatue der Hl. Therese von Lisieux.
Der Bildstock wurde 1994 und 1998 restauriert. Die beiden Jesuitenheiligen zeugen von dem Einfluss der Jesuiten von Stift Eberndorf auf Stein im Jauntal zur Entstehungszeit des Bildstocks.

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