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Zinzekreuz

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2017

Zinzekreuz 1

Zinzekreuz - Bild 1

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2017

Zinzekreuz 2

Zinzekreuz - Bild 2

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2017

Zinzekreuz 3

Zinzekreuz - Bild 3

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2017

Zinzekreuz 4

Zinzekreuz - Bild 4

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2017

Zinzekreuz, Kruzifix 1

Zinzekreuz - Bild 5

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2017

Zinzekreuz, Kruzifix 2

Zinzekreuz - Bild 6

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2017

Zinzekreuz, Kruzifix 3

Zinzekreuz - Bild 7
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Beschreibung

Beim Zinzekreuz handelt es sich um ein schlichtes Hofkreuz, welches sich über einem Betonfundament erhebt. Es hat ein mit Bitumenschindeln gedecktes Satteldach und ein kleines hölzernes Kruzifix. Das Kreuz wurde im Verlauf der Jahrzehnte immer wieder saniert.

Legende, Geschichte, Sage

Beim Zinzekreuz erfolgt alljährlich die österliche Speisensegnung.

Den Angaben des Historikers Dr. Karl Dinklage in der von ihm 1950 verfassten Geschichte des Zinze Anwesens in Rain bei Klagenfurt zufolge, soll das Anwesen, welches sich ursprünglich aus 2 Höfen zusammensetzte, bereits seit dem Mittelalter bestehen. Vermutlich im 17. Jh. erhielten diese beiden Höfe nach ihren damaligen Besitzern die Namen Mat(h)awilnig- und Radeseinighube. Der Matawilnighof war zum Stadtpfarrhof St. Egyd in Klagenfurt dienstbar und bestand seinerseits wieder aus zwei Huben (Matawilnig- und Kruscheihube). Veit Matawilnig war es nämlich im Jahr 1630 durch Hinzuerwerb der Kruscheihube gelungen den Grundstein zur Größe und Wohlhabenheit des Zinze Anwesens zu legen. Es folgte als Besitzer sein Sohn Mathes Matawilnig und danach dessen jüngerer Bruder Klement Matawilnig. 1676 gelangte Adam Hudelist in den Freistiftsbesitz der Matawilnighube, die in weiterer Folge fast 200 Jahre im Besitz dieser Familie bleiben sollte. Im späten 17. Jh. begann der Vulgarname Zinze für das Anwesen aufzukommen, vermutlich aus der Überlegung, dass dieser Hof unter den Anwesen der Ortschaft Rain dem Nachbarort Zinzsdorf am Nächsten lag. Dorthin, nämlich nach Zinsdorf, führte schon von alters her der Weg vom "Zinze" direkt über die in der Nähe der Pokonigmühle bestehende Gurkbrücke. Die neue Vulgarbezeichnung Zinze findet sich dann erstmals in einem Grundbuch des Klagenfurter Stadtpfarrhofes aus dem Jahr 1678. Gegen Ende seines Lebens gelang dem schon vorhin erwähnten Zinzebauern Adam Hudelist im Jahr 1713 durch den Zukauf der angrenzenden, allerdings der Herrschaft Grafenstein dienstbaren Radeseinighube für seinen Sohn Anton eine weitere entscheidende Vergrößerung des Anwesens. Seit dem Jahr 1713 hat das Anwesen ungefähr seinen heutigen Umfang. Als Eigentümer folgte auf Adam Hudelist dessen Sohn Anton Hudelist und danach Antons erstgeborener Sohn Johann Hudelist (geb. 1719) sowie in weiterer Folge Johanns jüngerer Bruder Michael Hudelist I (geb. 1734). Dieser übergab den Hof an Michael Hudelist II (geb. 1770). Der nächste Hoferbe war Franz Hudelist (geb. 1821). Unter ihm und seinen Brüdern Michael und Josef setzte der wirtschaftliche Verfall des landwirtschaftlichen Betriebes ein. Aufgrund massiver Verschuldung kam das Zinze Anwesen schließlich am 4. Nov. 1865 mit allen dazugehörigen Huben zur exekutiven Versteigerung. Egid Kuttnig, bei welchem Franz Hudelist große Beträge geborgt hatte, erwarb als Meistbietender das Anwesen, das dann offiziell 1867 in sein Eigentum überging. Nur sechs Jahre danach, nämlich 1873 verkaufte Egid Kuttnig den gesamten Besitz an Mathias Moritz (1841 - 1909), dem Urgroßvater des heutigen Eigentümers Ernst Moritz, der den Hof seit 1974 führt.
Mit dem 1884 neu aufgelegten Grundbuch wurden die beiden Liegenschaft Matawilnig und Radeseinig endgültig zusammengelegt.

Gemeinde

Poggersdorf

Standort

Das Kreuz steht in Rain an der nördlichen Zufahrt zum Gehöft vulgo Zinze.
Rain 15
9130 Rain

Eigentümer / Betreuer

Fam. Ernst Moritz vulgo Zinze