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Wolfstein

Foto: Josef Moser 2013

Wolfstein 1

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Foto: Josef Moser 2013

Wolfstein 2

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Foto: Josef Moser 2013

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Beschreibung

Der Gedenkstein auf der Koralpe wurde 2010 zur Erinnerung an den letzten Wolf, der im März 1914 von Jägern erschossen wurde, errichtet.

Legende, Geschichte, Sage

Im Mai 1913 langten bei der Gendarmerie Meldungen von Bauern ein, dass sich ein Raubtier auf der Koralpe herumtreibe. In einer Zeitungsmeldung war wiederum zu lesen: "In den Wäldern der Koralpe schleicht ein Monster herum. Eine große Katze soll es gewesen sein, vielleicht sogar ein Löwe. 94 Rinder und 380 Schafe sind ihm schon zum Opfer gefallen." Anhand der Tierverletzungen ging man davon aus, dass es sich um eine Hyäne oder Großkatze handeln müsste, wie es in den "Neuesten Münchner Nachrichten" zu lesen stand. Und das "Grazer Volksblatt" vermeldete gar, dass es ein Löwe sein muss. Die Bevölkerung war jedenfalls verängstigt. Abends wagte sich kaum jemand außer Haus, die Stalltüren wurden sorgfältig verriegelt. Um die vermeintliche Gefahr zu bannen forderte die Bezirksverwaltung Hilfe an. 170 Gendarmen begaben sich auf die Fährte des unbekannten Tieres, die 22. Infanteriedivision errichtete Meldestellen. Weiters wurden Berufsjäger und sichere Kugelschützen sowie Jäger aus Wien hinzugezogen. Aus München reiste sogar der bekannte Löwenjäger Fritz Bonsert an. Für Geschäftstüchtige war es jedenfalls ein aufregendes Ereignis, sodass eine heimische Firma sogar eine eigene Ansichtskarte veröffentlichte. Dann am 4. März 1914 begann die Erfolgsjagd. Die "Unterkärntner Nachrichten" hielten in etwa fest: Um halb fünf Uhr sprang das Raubtier den gräflichen Förster Josef Thonhauser an, der es mit zwei Kugeln verfehlte. Der gräfliche Jäger Paul Steinbauer fügte dem Tier aber eine schwere Schussverletzung zu. Da es schon zu dämmern begann, wurde die Jagd abgebrochen. Am nächsten Tag führte die Spur zum Wildbachsattel auf die Koralpe, wo der Fabriksdirektor Max Diamant aus Frantschach mittags das Tier mit drei Schüssen erschoss. Nachdem der Schuss Steinbauers am Vortag den Wolf aber zweifellos schwer verletzte, wurde ihm nach den Jagdregeln der Abschuss zugestanden. (Kleine Zeitung, 23. August 2013).

Das ausgestopfte Tier befindet sich seit damals im Kärntner Landesmuseum und wird 2014 aus Anlass des Abschusses vor 100 Jahren im Wolfsberger Bezirksmuseum im Lavanthaus ausgestellt.

Motive / Inschriften

Bauernschreck's Ende
Am 4. März 1914 durch den Gräfl. Henckel'schen Jäger Paul Steinbauer

Gemeinde

Frantschach-St. Gertraud

Standort

Wildbachsattel
Wildbachsattel
9413 Frantschach-St. Gertraud

Entstehungszeit

2010

Eigentümer / Betreuer

Grundeigentümer: Leopold Graf Auersperg