Beim Mesnerhaus neben der Kalvarienbergkapelle, einer ehemaligen Eremitage, handelt es sich um einen 1-geschossigen barocken Bau mit einem Schopfwalmdach.
An der Breitfront finden sich Heiligenbilder von Balthasar Klenkh, um 1700.
Öffentlich zugänglich
Ursprünglich von einem Einsiedler bewohnt, bot das Mesnerhaus später ganzen Familien Quartier. Vor allem in den wirtschaftlich schlechten Jahren der Zwischen- und Nachkriegszeit war es, trotz des baulich desolaten Zustandes eine begehrte, weil billige Unterkunft. Eine diesbezügliche Kirchenbucheintragung lautet: " Gleich nach dem Tode - nämlich des alten Mesners - begann das Geriß nicht so sehr ums wenig tragende Mesneramt als vielmehr ums Häusl. Dem Jungpfarrer wurden förmlich die Türen engerannt. Leider waren unten den Domizilanten auch manche Elemente." Das Mesnerhaus war noch bis 1987 bewohnt. Die letzte Mesnerin, Anna Mösler, kam im August desselben Jahres auf tragische Weise ums Leben. Bei einem starken Gewitter war damals ein Baum auf das Gebäude gestürzt und hat die zufällig gerade auf dem Dachboden weilende Frau erschlagen.
An der Breitfront des Mesnerhauses befinden sich Wandbilder der vier hll. Einsiedler Paulus, Johannes d. Täufer, Didimo und Makarius in reicher Wald- und Höhlenlandschaft von Balthasar Klenkh, um 1700 gemalt. 1997 restauriert.
Millstatt
Das Mesnerhaus steht südöstlich der Kalvarienbergkapelle.
Kalvarienberg
9872 Millstatt
| Kategorie | Fassadenornamentik |
| Gemeinde | Millstatt |
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