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Vogl Kreuz

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2005

Vogl Kreuz 1

Vogl Kreuz - Bild 1

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2005

Vogl Kreuz 2

Vogl Kreuz - Bild 2

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2005

Vogl Kreuz 3

Vogl Kreuz - Bild 3

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2005

Vogl Kreuz, Kruzifix 1

Vogl Kreuz - Bild 4

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2005

Vogl Kreuz, Kruzifix 2

Vogl Kreuz - Bild 5

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2005

Vogl Kreuz, Kruzifix 3

Vogl Kreuz - Bild 6
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Beschreibung

Das Kreuz aus Lärchenholz steht auf einer Böschung oberhalb der Gurktalbundesstraße. Am 1. September 1918 erfolgte eine Neueinweihung des Vogl Kreuzes an der Straße, nachdem der Wind das alte morsch gewordene Kreuz umgerissen und zertrümmert hatte. Das neue Kreuz im Wert von ca. 140 Kronen kam, so kann man der Weitensfelder Pfarrchronik entnehmen, aus Gröden von Franz Martiner.
Die letzte Renovierung des Kreuzes erfolgte in den 1970-er Jahren.

Das Kreuz ist nach Süden ausgerichtet.

Öffentlich zugänglich.

Legende, Geschichte, Sage

Das Wegkreuz steht an einer Stelle, wo früher ein Weg von St. Andrä ins Tal herunter führte. Der Hohlweg ist zwar noch zu erkennen, aber schon sehr verwachsen. Gleichzeitig biegt man hier von der Bundesstraße zum Hof vulgo Vogl ab. Beim Wohnhaus findet man über der Tür noch die alte Adressbezeichnung, die vulgo Vögele lautete.

Sagen:
Das Feuermännlein

Es ist schon sehr lange her, dass beim vulgo Dürrmühlner der Stadel brannte. Selbstverständlich war neben der Zweinitzer Feuerwehr auch die Wehr von Weitensfeld anwesend. Als der Brand vorbei war - viel konnte man nicht mehr retten -, fuhren die Weitensfelder Feuerwehrleute wieder heimwärts. Dem Spritzenwagen waren zwei starke Norikerpferde vorgespannt. Spritzenautos gab es damals noch nicht. Als die Feuerwehrleute mit ihrem Wagen beim Vogelkreuz ankamen, gingen die Pferde trotz der Peitschenschläge nicht daran vorbei. Plötzlich kam ein feuriges Männlein mit einer glühenden Rute den Weg, der beim Kreuz in die Straße mündet, herab. Als die Feuerwehrleute das Männlein sahen, trieben sie erneut ihre Pferde an. Doch das Männlein hielt sie ein. Da wurde der Fahrer zornig und drosch dem kleinen Wicht eins mit der Peitsche über den Kopf. Das Männlein purzelte über die Straße. Da donnerte es ganz fürchterlich und gleichzeitig fiel ein Baum über die Straße. Das Männlein war verschwunden. Die Feuerwehrmänner mussten den umgestürzten Baum erst wegräumen, damit sie weiterfahren konnten. Im Galopp eilten die Weitensfelder Feuerwehrleute anschließend heim und berichteten, was beim Vogelkreuz geschehen war. Das könne nur das Feuermännlein gewesen sein, meinten die Leute.

Das Rattenmännlein

In den dreißiger Jahren ging in einer Vollmondnacht ein Weitensfelder Handwerker, ein Sattler, von Zweinitz heimwärts. In der Nähe des Vogelkreuzes hörte er plötzlich ein Quietschen, das immer lauter wurde, je näher er dem Kreuze kam. Da sah er, wie hunderte Ratten die Straße überquerten. Als Treiber ging ein kleines Männlein hinterher. Dieses hatte einen Schwanz wie ein Eichhörnchen. In der Hand hielt es eine lange Peitsche, mit der es die Ratten antrieb. Die ganze Schar der Ratten und das Männlein zogen dann hinunter zum vulgo Vogel. Das Männlein trug Sorge, dass die Ratten alle schön beisammen blieben. Eine Eule versuchte eine Ratte zu erhaschen, aber das Männlein vertrieb sie.

Die goldenen Teller

Einst musste ein Altenmarkter Bauernbub im Winter nach der Schule zum vulgo Weizmann gehen, um dort etwas auszurichten. Da die Schule ja erst um drei Uhr Nachmittag schloss, war es schon fast dunkel, bis er zum Vogelkreuz kam. Auf einmal tat sich neben dem Kreuz eine Höhle auf. Der Bub war natürlich neugierig und schaute in die Höhle hinein. Die ganze Höhle war bis oben hin mit goldenen Tellern angefüllt. Es glitzerte und glänzte nur so, so dass der Bub ganz geblendet war. Er nahm ein paar Teller an sich und wollte schnell wieder beim Eingang hinaus. Siehe da, da versperrten plötzlich zwei Totenköpfe den Eingang. Vor Schreck ließ der Bub die Teller fallen und sprang über die Köpfe hinweg ins Freie. Schnell rannte er zum Weizmann, um seine Botschaft auszurichten. An diesem Tage traute sich der Bub jedoch nicht mehr nach Altenmarkt zurück.

Die Frau mit dem Strohhut

Ein Weitensfelder ging nach Zweinitz hinaus brenteln. Er wusste dort ein Mädchen, das ihm besonders gut gefiel. Es kam zwischen den beiden so weit, dass der Weitensfelder fast jeden Tag diesen Weg zu seiner Liebsten nahm. Als er das erste Mal unterwegs war, sah er beim Vogelkreuz eine alte Frau am Boden sitzen. Da es Winter war, fiel ihm auf, dass die Frau einen Strohhut mit einer breiten Krempe trug. Er fragte sich, wer das wohl sei? Deshalb redete er die Frau an, welche ihm aber keine Antwort gab. In der nächsten Nacht, kam der Mann wieder am Vogelkreuz vorbei. Wieder saß die Frau davor. Diesmal schrie er die Frau laut an, bekam aber neuerlich keine Antwort. Als er in der dritten Nacht abermals dort vorbeikam, saß die Alte auch wieder da. Nun wollte er es genau wissen. Er hob den Hut der Frau hoch und sah, dass sie keinen Kopf hatte. Von nun an wich der Weitensfelder dem Kreuze in weitem Bogen aus. Andere Leute, die beim Kreuze nachts vorbeikamen, hatten die alte Frau n
icht gesehen.

Der Teufelsbesen

In Zweinitz arbeitete ein Weitensfelder Handwerker. Er beeilte sich mit dem Auftrag fertig zu werden, da er für die Woche danach schon eine neue Arbeit in Weitensfeld angenommen hatte. Die Hausfrau war mit ihm sehr zufrieden und lud ihn zum Dank auf eine zünftige Jause ein. Das ließ sich der Meister nicht zweimal sagen und er langte tüchtig zu. Erst spät in der Nacht strebte er schließlich seinem Heim in Weitensfeld zu. Als er zum Vogelkreuz kam, ritt der Teufel in Gestalt eines Schweines auf einem Besen über ihn hinweg. Der Teufel spuckte Feuer aus dem Maul und glühende Feuerlohen flogen in alle Himmelsrichtungen, so dass es taghell wurde. Der Handwerksmeister fürchtete sich anfangs kaum, da er mit dem Schauen zu tun hatte. Außerdem kannte er Gebete, die solchen Spuk vertreiben konnten. Man nennt das „abdanken". Schnell sprach er deshalb: „Geh du hin, wo du willst, es sind ja noch drei da, Gottvater, der Sohn und der Heilige Geist." Gleich verschwand der Teufel
mit seinem feurigen Besen am Firmament. Nun erst bekam es der Handwerker mit der Angst zu tun. Er konnte später nicht sagen, wie er nach Hause gekommen war.

Das verwunschene Schloss

Einst stand dort, wo jetzt das Vogelkreuz ist, ein schmuckes Schloss. Eines Tages kam ein zerlumpter Bettler zum Schloss und bat das Schlossfräulein um eine milde Gabe. Das Fräulein warf dem Bettler in ihrem Übermut nur alte, schimmelige Knochen nach. Dieser verwünschte darauf das Schloss und seine Bewohner. Von der Minute an befand sich statt des Schlosses das Kreuz an jener Stelle, wo die Knochen liegen blieben. Das Burgfräulein jedoch muss seit damals als Strafe oft als Bettlerin beim Kreuz sitzen. Sie hat immer, ob Sommer oder Winter, einen Strohhut auf. Wer unter den Hut schaut, sieht, dass sie keinen Kopf hat. Die Leute, welche dies wagten, liefen stets vor Entsetzen davon und hörten hinter sich Steine nachfliegen.


Das Kreuz diente früher bei Beerdigungen als Totenrast am Weg zum Friedhof nach Weitenfeld.

Motive / Inschriften

Kreuz mit Holzkruzifix

Gemeinde

Weitensfeld im Gurktal

Standort

Das Kreuz steht in Hafendorf unmittelbar an der Gurktal Bundesstraße
Hafendorf
9344 Weitensfeld

Eigentümer / Betreuer

Maria Weißmayr