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Verhounigkreuz

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2015

Verhounig 1

Verhounigkreuz - Bild 1

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2015

Verhounig 2

Verhounigkreuz - Bild 2

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2015

Verhounig, Kreuzigung

Verhounigkreuz - Bild 3

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2015

Verhounigkreuz 4

Verhounigkreuz - Bild 4

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2015

Verhounig, Sinnspruch

Verhounigkreuz - Bild 5

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2015

Verhounigkreuz, Muttergottes mit Kind

Verhounigkreuz - Bild 6

Verhounigkreuz - Bild 7
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Beschreibung

Das Verhounigkreuz steht an einer alten Weggabelung auf der sogenannten Verhounig-Ebene, einem Plateau auf rund 1.200 m Höhe in Großenegg, von wo aus man eine herrliche Fernsicht auf das ganze Jauntal und die Karawanken genießen kann. Das Verhounigkreuz ist einer jener Bildstöcke, dessen Entstehung in die Zeit um 1500 zurückreicht. Der Pfeilerbildstock mit einem Pyramidendach und einem einfach gestrichenen Kreuz als oberen Abschluss wurde zuletzt 1996 renoviert, nachdem das Mauerwerk von einem Bagger im Zuge des Wasserleitungsbaus beschädigt worden war. Als Stütze für das alte Mauerwerk wurde der Bildstock mit einem Holzkranz eingefasst, welcher die Jahreszahl 1500 trägt. Siegfried Schallegger schuf die Holzschnitzbilder in den Nischen, hinter welchen sich bis heute die alten Bildstockmalereien erhalten haben.

Legende, Geschichte, Sage

Der Hofname Verhounig ist im Franziszeischen Kataster noch als vulgo Wurchounig dokumentiert, es findet sich aber auch immer wieder die Schreibweise Werhounig. Hier besteht die Situation, dass sich der Hof vulgo Verhounig in der Gemeinde Diex befindet, der dazugehörige Bildstock allerdings bereits auf dem Gebiet der Gemeinde Griffen steht.
Aus der Zeit der Pestepidemie von 1715 ist in der Pfarrchronik überliefert, dass beim Verhounig in Großenegg alle Hofbewohner gestorben sind.
Eine lokale Sage berichtet außerdem, dass an jener Stelle, wo sich heute der Bildstock befindet, eine kränkliche und blinde Gräfin aus der Burg der Grafen von Heunburg plötzlich ihr Augenlicht zurückgewann und daraufhin aus Dankbarkeit den Bau der gotischen Kirche in Grafenbach stiftete, welche 1309 erstmals urkundlich erwähnt wurde.
Am Weg zum Friedhof in Grafenbach war bei Beerdigungen beim Verhounigkreuz Totenrast, hier führte aber natürlich auch der Schulweg nach Grafenbach vorbei. Bis in die 1980-er Jahre erfolgte auf der Verhounig-Ebene unweit des Bildstockes alljährlich der Brauch des Osterfeuerheizens.

Gemeinde

Griffen

Standort

Grundstück Nr. 89, KG 76308 Grossenegg, nordöstlich des Gehöftes vulgo Verhounig.
Großenegg 13
9112 Griffen

Entstehungszeit

1500

KünstlerIn

Siegfried Schallegger/Griffen

Eigentümer / Betreuer

Fam. Georg & Melitta Baumann vulgo Verhounig