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Totenkapelle St. Michael

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2016

Totenkapelle St. Michael 1

Totenkapelle  St. Michael - Bild 1

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2016

Totenkapelle St. Michael 2

Totenkapelle  St. Michael - Bild 2

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2016

Totenkapelle St. Michael 3

Totenkapelle  St. Michael - Bild 3

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2016

Totenkapelle St. Michael 4

Totenkapelle  St. Michael - Bild 4

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2016

Totenkapelle St. Michael 5

Totenkapelle  St. Michael - Bild 5

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2016

Totenkapelle St. Michael 6

Totenkapelle  St. Michael - Bild 6

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2016

Totenkapelle St. Michael 7

Totenkapelle  St. Michael - Bild 7
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Beschreibung

Der neue Friedhof von St. Michael ob der Gurk erhielt im Jahr 1991 ein kapellenartiges Gebäude als Eingang, das innen mit Fresken ausgestaltet wurde. Der Kubus mit einem pyramidenförmigen Dach hat nördlich und südlich einen Durchgangsschlitz der gleichzeitig die Achse zur Kirche bildet. Innerhalb der Anlage ergibt sich dadurch eine streng symetrische Situation, die einer Kreuzform folgend thematisch gegliedert ist: Die Achse Nord - Süd wird begrenzt durch Friedhofskreuz und Friedhofsbrunnen, die Achse Ost - West durch die Freskenthemen Apokalypse und Genesis. Sowohl die Architektur der Kapelle als auch die Freskomalerei stammt von Armin Guerino. Es handelt sich hier um einen Ziegelbau mit Kalkmörtel verputzt. Der Holzdachstuhl ist mit Zinkblech gedeckt.

Legende, Geschichte, Sage

Die neue Friedhofsanlage in St. Michael o. d. Gurk wurde als eigenständige Erweiterung des rund um die Kirche bestehenden alten Friedhofs angelegt. Am Fuß des Kirchhügels, auf dem die gotische Kirche mit der alten Friedhofsmauer steht, wurde zunächst von Architekt Freytag die Einfriedung des Areals konzipiert, im Weiterbau schuf Armin Guerino eine Eingangssituation, die von ihm sowohl architektonisch als auch malerisch gestaltet wurde. Guerino machte die Entwurfsarbeiten dazu ab November 1990 in Ägypten. Dieser Einfluss spiegelt sich unter anderem im pyramidenförmigen Dach wider, das in seinen Winkeln den Pyramiden von Gizeh entspricht.
Das Friedhofskreuz und den Brunnen schuf Tomas Hoke. Die Einweihung der Friedhofsanlage erfolgte am 20. Oktober 1991 durch Bischof Egon Kapellari.

Siehe:
http://www.guerino.at/projekteseiten/totenkapelle.html

Motive / Inschriften

Fresken Ostwand: Genesis

Linke Wange: Tor zum Paradies
Hauptwand: Garten Eden. Siebenstufige Leiter mit den vier Paradiesströmen Gihon, Pischon, Euphrat und Tigris (einer der Flüsse speist die Erde), Baum der Erkenntnis mit runder Erkenntnisstruktur (Hirnwindungen), zwei Bäume und ein Schatten, Wand und Schlange im Zentrum, davor Adam und Eva stehend (Eva grün mit roten Lippen und Adam im komplementären Rot mit grünen Lippen) beide sind von einer gemeinsamen Aura umgeben, die sich an der rechten Hand der Eva (Schnittpunkt Schlange) ablöst und an dieser Stelle das Spiegelbild des Baumes der Erkenntnis annimmt.
Rechte Wange: In einem Turm eingemauert der Baum des Lebens, zwölf Hände bilden die Äste, welche die Äpfel tragen.

Fresken Westwand: Apokalypse

Rechte Wange: Brunnen des Abgrundes
Hauptwand: Siebenstufige Leiter mit dem Blut des Lammes, die sieben Sterne der Apokalypse, Baum der Erkenntnis mit kristalliner Gehirnstruktur, darunter Christus liegend - Erde und Kosmos verbindend. Rechts davon Wasserfeld, darüber die Sonne mit den Tränen (Blut, Feuer) die durch den Baum der Erkenntnis (gehirnstrukturiert)nach unten fallen. Oben die Sonne, eine Verletzung, links davon Waage, Sanduhr und das von Erkenntnis durchsetzte Herz. Darunter Feld mit Hirnwindungen, links davon Wasser und der Anthropos. Zeichen der Trinität (3-teiliger Baum, 1teiliger Baum[3=1]), die Arche Noah mit Zeichen für die Geschlechter Noahs.
Linke Wange: Himmlisches Jerusalem (von innen erleuchteter Kubus mit je drei Toren an jeder Seite; zweites Paradies).

Gemeinde

Poggersdorf

Standort

Die Totenkapelle befindet sich südwestlich am Fuß des Kirchhügels.
St. Michael o. d. Gurk
9130 Poggersdorf

Entstehungszeit

1991

KünstlerIn

Armin Guerino

Eigentümer / Betreuer

Pfarre St. Michael o. d. Gurk

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