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Bettlerkreuz renoviert

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2019

Bettlerkreuz renoviert 1

Bettlerkreuz renoviert - Bild 1

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2019

Bettlerkreuz renoviert 2

Bettlerkreuz renoviert - Bild 2

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2019

Bettlerkreuz renoviert 3

Bettlerkreuz renoviert - Bild 3

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2019

Bettlerkreuz renoviert 4

Bettlerkreuz renoviert - Bild 4

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2019

Bettlerkreuz renoviert 5

Bettlerkreuz renoviert - Bild 5
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Beschreibung

Die Initiative „Gemeinschaft Tainach" unter Obmann Martin Urak, renovierte 2019 das Bettlerkreuz an der Abzweigung der Packer Bundesstraße in die Tainacher Landesstraße. "Das Dach dieses markanten Kärntner Kulturdenkmals war schon stark vom Verfall bedroht", wies Martin Urak auf die Dringlichkeit dieser Restaurierung hin. Beginnend mit März 2019 waren hier in Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt Profis und fleißige Helfer am Werk. Bekanntheit erlangte das Bettlerkreuz wegen seiner einmaligen Gestalt des Dachs. Die dreiteilige Konstruktion besteht aus einem breiten Schirm, dessen Mitte einen kleinen glockenstuhlartigen Aufsatz trägt, dem ein kegelförmiges, zierliches Dach aufsitz.
Die Sängerrunde Wabelsdorf trägt das Bettlerkreuz in ihrem Vereinslogo. Durch die Verbundenheit mit dem Bildstock überreichte der Chor anlässlich des Sängerfestes in Wabelsdorf der Gemeinschaft Tainach eine Spende in Höhe von 300 Euro. "Wir freuen uns sehr, dass die Gemeinschaft die Restaurierung dieses Juwels unserer Kulturlandschaft pbernommen hat", erklärte Wolfgang Kulterer, Obmann der Sängerrunde. Weitere private Spender unterstützten die Renovierung finanziell.

Legende, Geschichte, Sage

Ursprünglich befand sich der Bildstock 100 m weiter im Norden, dort, wo der im Jahre 1822 gefundene römische Meilenstein aus der Zeit des Septimus Severus (200 n. Chr.) stand. Die Entfernung vom einstigen Virunum beträgt an dieser Stelle genau 10 Meilen. Nach dem 2. Weltkrieg wurde der Bildstock auf seinen heutigen Platz verlegt.
Einst verweilte nahezu jeder Vorbeikommende an diesem ehrwürdigen Wahrzeichen, schreibt der 1973 verstorbene Journalist Herbert Strutz, "und sei es, um sich mit dem Allmächtigen zu verständigen, um ihm dieses oder jenes anzuvertrauen, oder um besinnlich Aus- und Umschau zu halten. Denn weit ins offene Land schweift von hier aus der offene Blick", heißt es bei ihm weiter. Sicher ist, dass sich an einer so belebten Straßenkreuzung schon immer gerne Wanderer und wohl auch Bettler aufgehalten haben, in der Hoffnung an dieser wichtigen Straßenkreuzung zwischen Klagenfurt und Völkermarkt ein Almosen von den vorüberkommenden Fuhrleuten zu bekommen, oder ein Stück des Weges mitgenommen zu werden.
Beim Bettlerkreuz könnte es sich möglicherweise auch um einen Peststock handeln, da auch andere Bildstöcke dieser Art in unmittelbarer Nähe zu finden sind: das Lobisserkreuz, das Hutzkreuz und das Eiersdorfer Kreuz.
Der Bildstock steht an der Grenze der Gemeinden Poggersdorf, Grafenstein und Völkermarkt.

Siehe Homepage der Propsteipfarre Tainach:
http://www.mjt.at/bettlerkreuz.htm

Gemeinde

Poggersdorf

Denkmalschutznummer

13186

Standort

Der Bildstock steht am Tainacherfeld direkt an der Tainacher Landesstraße.
Tainacher Landesstraße
9131 Wabelsdorf

Entstehungszeit

vermutl. 17. Jh.