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Sonderbestattungsanlage Jäger

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2014

Grabstätte 1

Sonderbestattungsanlage Jäger - Bild 1

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2014

Grabstätte 2

Sonderbestattungsanlage Jäger - Bild 2

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2014

Grabstätte 2

Sonderbestattungsanlage Jäger - Bild 3

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2014

Grabstätte 4

Sonderbestattungsanlage Jäger - Bild 4
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Beschreibung

Die aus großen, nur geringfügig bearbeiteten Natursteinen erbaute Sondergrabstätte der Familie Jäger liegt inmitten der Felder nur wenige Meter vom Kammerhof entfernt.

Legende, Geschichte, Sage

Die Errichtung des Familiengrabes der Familie Jäger inmitten der eigenen Felder westlich des Kammerhofes geht auf die tragischen Ereignisse des 15. Dezembers 1944 zurück:
An diesem Vormittag wurden im Nahbereich des Kammerhofes Bomben abgeworfen, wobei eine russische Fremdarbeiterin tödlich verletzt wurde. Die beiden Söhne Hans und Hubert, die sich zu diesem Zeitpunkt gerade in der Schule befanden, rannten, als sie von den Ereignissen erfuhren, wohl auch in Sorge um die eigene Mutter, gemeinsam mit einigen Schulfreunden zum Kammerhof hinaus, um Nachschau zu halten. Als sie im Nahbereich der Bombentrichter herumstiegen, explodierte ein Blindgänger. Mehrere Kinder kamen ums Leben, darunter auch der erst 14-jährige Hoferbe Hubert Jäger. Sein Bruder Hans überlebte leicht verletzt.
Das Unglück war der unmittelbare Anlass für die Errichtung der Familiengrabstätte am Grund des Hofes. Mathias Jäger der Vater von Hubert, und zum damaligen Zeitpunkt Bürgermeister von Eitweg, erwirkte die Genehmigung für die Errichtung der privaten Grablege, wo u. a. inzwischen auch er seine letzte Ruhestätte gefunden hat.

Motive / Inschriften

Inschrift links:
Wir treten zum Beten vor Gott unserm Vater.
O spende und sende uns Frieden ins Land.


Inschrift rechts:
O lass von den Schlechten die Rechten nicht knechten.
Herr sei gelobt uns beschirm seine Hand.

Gemeinde

St. Andrä im Lavanttal

Standort

Westlich vom Kammerhof.
Höfern 4
9433 St. Andrä

Entstehungszeit

1944

Eigentümer / Betreuer

Fam. Jäger vulgo Kammerhof