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Petrejkreuz

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2018

Petrejkreuz 1

Petrejkreuz - Bild 1

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2018

Petrejkreuz, hl. Christophorus 2

Petrejkreuz - Bild 2

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2018

Petrejkreuz, Bildstocknische

Petrejkreuz - Bild 3

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2018

Petrejkreuz, vermutl. hl. Franziskus

Petrejkreuz - Bild 4

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2018

Petrejkreuz, hl. Dreifaltigkeit

Petrejkreuz - Bild 5

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2018

Petrejkreuz, hl. Familie

Petrejkreuz - Bild 6

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2018

Petrejkreuz, hl. Florian

Petrejkreuz - Bild 7
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Beschreibung

Beim Petrejkreuz handelt es sich um einen Breitpfeilerstock mit einem um 90 Grad verdrehten Satteldach, so dass sich der Dachgiebel an der Stirnseite des Bildstockes befindet. Die Bildstocknische hat einen gemauerten Altar und eine darunter befindliche Nische. Diese dürfte ursprünglich als Grablege Christi gedient haben, besitzt heute jedoch eine Inschrift. Der Bildstock ist reich bemalt. Das Petrejkreuz befindet sich seit über 100 Jahren im Familienbesitz und galt seit jeher als Hofkreuz. Es wurde einmal in den Jahren nach dem 2. Weltkrieg und zuletzt 1989 renoviert. Die künstlerische Gestaltung erfolgte durch Josef Stefan aus Kühnsdorf. Die Fam. Urank betreut und pflegt das Kreuz bis heute aus Dankbarkeit für die glückliche Heimkehr aus dem Krieg und im Gedenken an die insgesamt 39 in den Kriegsjahren deportierten Bewohner von Gallizien.

Legende, Geschichte, Sage

Am 14. April 1942 wurden 10 Personen der Familie Urank (die Eltern Amalia & Johann mit ihren 8 Kindern; das jüngste war 8 Jahre alt) nach Hesselberg in Mittelfranken ausgesiedelt bzw. 3 Familienmitglieder in das Konzentrationslager Dachau überstellt (Vater Johann Urank, sein ältester Sohn und eine Schwester). Johann Urank stand bereits vor der Gaskammer, als er aus der Reihe heraustreten durfte und somit dem sicheren Tod entging. Eine tief verwurzelte Religiosität hat der Familie über die schwere Zeit hinweg geholfen. Amalia Urank betete mit ihren Kindern jeden Monat eine Novene für die in Dachau internierten Familienmitglieder. Nach 3 Jahren, 3 Monaten und 3 Tagen konnte die ganze Familie wieder auf ihren Hof nach Kärnten zurückkehren. Alle hatten die Gräuel der Kriegsjahre wie durch ein Wunder überlebt.

Motive / Inschriften

Inschrift über der Bildstocknische:
Hvaljen bodi Jezus Kristus!/Gelobt sei Jesus Christus!
Inschrift in der Nische unter dem gemauerten Altar: V spomin 39 slovenskim izseljenzem iz Galicije v letih 1942 - 1945/Zum Gedenken an die 39 Zwangs-Deportierten aus Gallizien in den Jahren 1942 - 1945

Gemeinde

Gallizien

Standort

Der Bildstock steht an der westlichen Ortseinfahrt direkt an der Straße.
Enzelsdorf 39
9132 Gallizien

KünstlerIn

Josef Stefan

Eigentümer / Betreuer

Fam. Urank vulgo Petrej

Dazu im Lexikon