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Mödringer Kasten

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2010

Mödringer Kasten 1

Mödringer Kasten - Bild 1

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2010

Mödringer Kasten 2

Mödringer Kasten - Bild 2

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2010

Mödringer Kasten 3

Mödringer Kasten - Bild 3

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2010

Mödringer Kasten, Türblatt

Mödringer Kasten - Bild 4

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2010

Mödringer Kasten, Landsknechtfigur

Mödringer Kasten - Bild 5

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2010

Mödringer Kasten, Eckverbindungen

Mödringer Kasten - Bild 6
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Beschreibung

Beim Mödringer Kasten handelt es sich um einen 2-geschossigen hangseitig errichteten Getreidekasten in Blockbauweise, wobei das Obergeschoß um die Stärke eines Wandholzes vorkragt. Der Eingang des Getreidekastens, zum dem man über ein paar Außenstufen gelangt und dem ein Balkon vorgebaut ist, schaut nach Südwesten. Die Kastentür ist hier besonders gesichert, da neben dem üblichen Blechbeschlag des Türblattes ein bewaffneter "Schlüssellochwächter" die Türöffnung "bewacht": Auf das Blech genietet ist hier eine aus starkem Blech geschnittene, zirka 20 cm lange Figur eines Landsknechts in der Tracht des 16. Jhs., mit einem "Bidenhänder" (das ist ein mit beiden Händen zu führendes Langschwert) in der typischen Pose eines auf der Wache Stehenden. Das Obergeschoß des Speichers ist über eine Innentreppe erreichbar. Der Speicher besitzt ein Schopfwalmdach, auch unter der Bezeichnung Kärntner Schopf bekannt.

In Zweinitz findet sich dieselbe Landsknechtsfigur noch am Getreidekasten beim vulgo Bichler in Grabenig.

Legende, Geschichte, Sage

Während bei den Bauernhöfen früher die Haustür oft nur durch ein einfaches "Klachelschloss" mit hölzernem Riegel gegen Einbruch gesichert war, weisen die Türen der Getreidekästen durchwegs feste und zum Teil kunstvolle Schlösser auf. Den mächtigen Schlüsseln kam nicht nur praktische, sondern auch symbolische und magische Bedeutung zu: Die Verfügung über den Kastenschlüssel war Vorrecht der Bäuerin. In der Türöffnung sah der Volksglaube außerdem nicht nur eine mögliche Einbruchstelle für den Dieb, sondern auch für böse magische Mächte. Gegen Erstere wurden die Türen zur Gänze oder wenigstens um die Schlüsselöffnung herum mit festem Eisenblech bewehrt, gegen Letztere sollten magische und religiöse Abwehr- und Segenszeichen helfen (aufgenagelte Raubvögel, Bockshörner, aber auch geweihte Palmzweige und eingeschnittene Christus- und Dreikönigsmonogramme).

Motive / Inschriften

Landsknecht in der Tracht des 16. Jhs.

Gemeinde

Weitensfeld im Gurktal

Standort

Der Getreidespeicher steht am Hof vulgo Mödringer oberhalb des Wohnhauses.
Mödring 1
9343 Zweinitz

Eigentümer / Betreuer

Fam. Lerchbaumer vulgo Mödringer

Dazu im Lexikon