Das Maultasch-Kreuz befindet sich südlich von Launsdorf nahe Hochosterwitz auf einem künstlich aufgeschütteten Hügel und ist wegen der bestellten Äcker ringsum nicht allgemein zugänglich.
Es handelt sich um einen marmornen Bildstock, aus einem Stein gehauen, mit einem ca. 2m hohen Schaft, der auf einem Sockel aufruht, einem vierseitigen Aufsatz mit Reliefdarstellungen und einem Pyramidensteinhelm.
Die Schauseite mit der Kreuzesdarstellung weist nach Süden und ist immer im Sonnenlicht.
Er stammt aus der Renaissance (Markl/Gutterer 23: um 1570) und ist in einem mäßigen Erhaltungszustand. Renovierungsarbeiten sind keine bekannt.
Der Sage nach wurde der Hügel, auf dem der Bildstock steht, von Soldaten der Margarethe Maultasch anlässlich einer vergeblichen Belagerung aufgeschüttet, die es allerdings geschichtlich nicht gegeben hat. Möglicherweise geht der Hügel in urgeschichtliche Zeit zurück. Die Martersäule dient auch als Grenzstein.
Typisch für die Zeit der Reformation ist das christozentrische Bildprogramm: Kreuzigung Christi mit Maria und dem Evangelisten Johannes (Süden), Auferstehung Christi (Westen), Salvator Mundi (Norden), Christi Geburt (Osten)
St. Georgen am Längsee
Das Maultasch-Kreuz befindet sich südlich von Launsdorf nahe Hochosterwitz auf einem künstlich aufgeschütteten Hügel.
16. Jh.
unbekannt
Maximilian Khevenhüller-Metsch
| Kategorie | Bildstöcke / Wegkreuze |
| Gemeinde | St. Georgen am Längsee |
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Bisherige Anmerkungen:
27.05.2008 | 11:17 | Suntinger Josef
Im Norden ist tatsächlich Christus als Salvator Mundi dargestellt, und nicht Gott Vater als Schöpfer der Welt, wie man es üblicherweise in der Literatur findet.