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Marschnig Kreuz

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2009

Marschnig Kreuz 1

Marschnig Kreuz - Bild 1

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2009

Marschnig Kreuz 2

Marschnig Kreuz - Bild 2

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2009

Marschnig Kreuz 3

Marschnig Kreuz - Bild 3

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2009

Marschnig Kreuz, Rückseite

Marschnig Kreuz - Bild 4

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2009

Marschnig Kreuz,Kruzifix 1

Marschnig Kreuz - Bild 5

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2009

Marschnig Kreuz,Kruzifix 2

Marschnig Kreuz - Bild 6
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Beschreibung

Das Marschnig Kreuz steht an einer wichtigen Weggabelung und markiert zugleich die östliche Grundgrenze der Liegenschaft vulgo Marschnig. Von hier führen Straßen nach Pisweg, Dörfl, Zabersdorf und Zedl, Leiten, den Bergwerksgraben und weiter nach Meiselding sowie direkt in den Wimitzgraben.

Das Holzkreuz besitzt ein geschwungenes Dach - wie auch das Pirker Kreuz in Finsterdorf - was darauf schließen lässt, dass es vermutlich zu Beginn des 20. Jhs. in seiner heutigen Form errichtet wurde. Es wurde zuletzt in den 80-er Jahren des 20. Jhs. renoviert.

Das Kreuz ist nach Osten ausgerichtet.

Öffentlich zugänglich.

Legende, Geschichte, Sage

Seit jeher führt der "Hemmaweg", der alte Wallfahrtsweg aus dem Raum St. Veit nach Gurk ans Grab der Kärntner Landesheiligen, durch die Ortschaft Dörfl und am Marschnig Kreuz vorbei. Jedes Jahr sind hier auch heute noch Pilger um den Veitstag (15. Juni) zu Fuß unterwegs nach Gurk. Ausgehend von St. Veit und Kraig führt der Weg in den Wimitzgraben und steigt beim ehemaligen Anwesen vulgo Platsch bergwärts an. Beim Gehöft vulgo Steinbauer (Leiten) ist er auf einer Länge von etwa 30 m direkt aus dem Felsen herausgemeißelt. Er führt dann weiter über das Pierekreuz und das Marschnig Kreuz in Dörfl zum Lindle Kreuz auf dem Kamm der Wimitzer Berge und von da weiter über die Schattseite direkt nach Gurk hinunter.

Vermutlich wurde dieser Weg schon in der Römerzeit als Verkehrsweg genutzt. Nach der Überlieferung wurden auf ihm mit Hilfe von 100 Ochsen Steinblöcke von einem Steinbruch beim vulgo Steinbauer zur Baustelle des Gurker Domes gefahren.

Auf dem Hof vulgo Marschnig ist schon seit 1821 die Besitzerfamilie Surtmann nachweisbar.

Das Marschnig Kreuz diente als Totenrast, war aber auch allgemeiner Treffpunkt für die Bevölkerung.

Sage: Das nächtliche Jauchzen

"Zwei Bauern gingen gemeinsam von der Leiten gegen Pisweg herein. Der eine jauchzte hell in die Nacht hinaus und bekam von ferne Antwort. Er jauchzte hin, es jauchzte wider, aber immer lauter und näher. Dann hörte der Bauer erschrocken auf. Jetzt ebbte auch der zurücktönende Schrei langsam ab. Beim Marschnigkreuz trennten sich die beiden. Der eine kam in einen fremden Wald, da flatterten Scharen schwarzer Vögel kreischend immer wieder vor ihm auf. Erst nach langem Abirren fand er einen Ausweg. Der andere Bauer aber sah sich auf seinem weiteren Wege plötzlich lauter Felswänden gegenüber, die immer näher rückten. Bald fand er keinen Ausweg mehr und irrte verzweifelt in den Wänden umher. Erst das Morgengrauen löste den Spuk. Bleich wankten die Genarrten im ersten Frührot heim. Da der Teufel durch das Ausbleiben der weiteren Jauchzer von dem gesuchten Opfer abirrte, ließ er nämlich aus Zorn vor den Wanderern das Blendwerk erstehen."

Motive / Inschriften

Kruzifix mit holzgeschnitztem Herrgott

Gemeinde

Gurk

Standort

Das Kreuz steht an der Abzweigung nach Dörfl direkt an der Straße.
Dörfl 6
9342 Gurk

Eigentümer / Betreuer

Fam. Surtmann, vulgo Marschnig

Dazu im Lexikon