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Mariensäule (Pestsäule) Bad St. Leonhard

Foto: Bernd Abenthung 2009

Pestsäule 1

Bad St. Leonhard Pestsäule - Bild 1

Foto: Bernd Abenthung 2009

Pestsäule 2

Bad St. Leonhard Pestsäule - Bild 2

Foto: Bernd Abenthung 2009

Pestsäule 3

Bad St. Leonhard Pestsäule - Bild 3

Foto: Bernd Abenthung 2009

Pestsäule 4

Bad St. Leonhard Pestsäule - Bild 4
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Beschreibung

Die Mariensäule findet man im Grünstreifen zwischen Durchfahrtsstraße und östlicher Nebenfahrbahn vor dem Haus Hauptplatz Nr.8 in Bad St. Leonhard. Die Säule steht auf einer zweistufigen Grundplatte, umrahmt von einem schmiedeeisernen Gitter. Die Basis bildet ein 4-eckiger Sockel mit der Grabfigur der hl. Rosalia. Auf dem Gesims des Sockels stehen die zwei Pestheiligen Rochus und Sebastian. Das zweite Geschoß bildet ein weiterer kleinerer Sockel aus Marmor mit lateinischer Inschrift die etwa bedeutet:"Die Einwohner mögen mit ihren Gütern unter der Hut von Maria, Sebastian und Rochus immerdar beschützt bleiben". Die runde Marmorsäule ist unterbrochen von einem Kranz Engelsköpfen und wird von der Statue der unbefleckten Jungfrau gekrönt.

Legende, Geschichte, Sage

Obwohl rundherum die Pest wütete, wurde Bad St. Leonhard seinerzeit von der Pest verschont. Grund war wohl die Stadtmauer. Die Bürger von St. Leonhard sperrten während der Seuchengefahr die Stadtore. Niemand durfte in die Stadt. Da die Pest aber trotzdem immer näher rückte, bauten sie das Pestkreuz in der Höllgasse und machten vor demselben das Gelübte alljährlich eine Votivprozession nach Hirschegg zu veranstalten. In der Tat blieb die Stadt von der Seuche verschont. Zum Dank dafür wurde im Jahr 1732 am Hauptplatz die Frauensäule errichtet.

Bis heute hat sich in Bad St. Leonhard übrigens ein alter Brauch erhalten:
Am Sonntag vor Pfingsten pilgern die Leonharder nach Hirschegg in die Steiermark und diese
kommen am Sonntag darauf nach Bad St. Leonhard und werden hier sogar mit Musik von der Stadtkapelle empfangen.
Früher einmal übernachteten viele Leonharder in Hirschegg und traten den Heimweg zurück erst am darauffolgenden Montag an.
Die Bewohner von St. Peter bei Reichenfels wiederum wandern am Christihimmelfahrtstag nach
Hirschegg.

Motive / Inschriften

Rosalia, Rochus, Sebastian, Jungfrau Maria
Lateinische Inschrift

Gemeinde

Bad St. Leonhard im Lavanttal

Standort

Bad St. Leonhard Hauptplatz 8
Hauptplatz Nr. 8
9462 Bad St. Leonhard im Lavanttal

Entstehungszeit

1732

KünstlerIn

unbekannt

Eigentümer / Betreuer

Stadtgemeinde Bad St. Leonhard

Dazu im Lexikon