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Lobisserkreuz

Foto: Norbert Cech 2009

Lobisserkreuz 1

Lobisserkreuz - Bild 1

Foto: Norbert Cech 2009

Lobisserkreuz, Gnadenstuhl

Lobisserkreuz - Bild 2

Foto: Norbert Cech 2009

Lobisserkreuz, hl. Jakobus

Lobisserkreuz - Bild 3

Foto: Norbert Cech 2009

Lobisserkreuz, hl. Maria Magdalena

Lobisserkreuz - Bild 4

Foto: Norbert Cech 2009

Lobisserkreuz, Muttergottes mit Kind

Lobisserkreuz - Bild 5

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2016

Lobisserkreuz 2

Lobisserkreuz - Bild 6

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2016

Lobisserkreuz, Schein

Lobisserkreuz - Bild 7
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Beschreibung

Beim Lobisserkreuz handelt es sich um einen Nischenbildstock mit Bildern des bekannten Kärntner Malers Switbert Lobisser. Es wurde bereits Anfang des 18. Jhs. als Pestkreuz errichtet. Auf dem Schaft liegt ein leicht vorkragender Tabernakel mit vier rechteckigen Nischen auf. Darüber erhebt sich ein mit Holzschindeln gedecktes Pyramidendach, das ein Herz mit Kreuz und Strahlen krönt.
Dargestellt sind: Im Norden Maria Magdalena in der Höhle betend vor dem Kreuz und Totenkopf. Das Bild ist mit den Initialen „SL“ signiert und, wie auch die anderen Bilder, mit dem Namen des dargestellten Heiligen versehen. Im Osten ist Maria mit dem Kind abgebildet. Unverkennbar trägt Maria die Züge der ersten Frau Lobissers, die er in vielen Bildern verewigt hat. Darunter stehen die Worte: „Heilige Mutter, bitt’ für uns!“ Im Süden ist ein Fresko entstanden, ganz so, wie es Lobissers ureigenster Art entsprach. Es zeigt Gottvater mit dem Gekreuzigten und dem Heiligen Geist in einem Regenbogen komponiert, über einem Bild von Wabelsdorf, wie es von der Straße aus früher zu sehen war. Im Westen ist der hl. Jakobus im Pilgergewand abgebildet. Er trägt die Züge des seinerzeitigen Landwirtes Jakob Laure, vlg. Hutz. Seine Gattin Magdalena wurde auf der Nordseite verewigt. Alle Nischen sind mit ländlichen Ornamenten gerahmt.
Im Sommer 1977 wurde der Bildstock aus dem unmittelbaren Straßenbereich einige Meter nach Norden versetzt und neu gedeckt, organisiert von VS Dir. Herbert Peball. Im Rahmen der Denkmalpflege erneuerte Josef Kriegl, Schmiedemeister aus Eiersdorf, das Metallkreuz mit einem herzförmigen Strahlenkranz im Jahr 2000.

Legende, Geschichte, Sage

Geschätzte 250 Bildstöcke stehen in Kärnten auf Massengräbern aus der Pestzeit. Auch das Lobisserkreuz in Wabelsdorf gehört dazu. Switbert Lobisser (1878-1944), dessen Stärke eigentlich der Holzschnitt war, schuf eigenwillige Fresken an Häusern, Kirchen und Prunksälen, wie z. B. im Klagenfurter Landhaus und im Sommerrefektorium des Stiftes St. Paul i. L., dessen Chorherr er einst war.
Unter diesen al-fresco-Arbeiten befinden sich auch drei Bildstöcke, nämlich der genannte Stock in Wabelsdorf direkt neben der Packer Bundesstraße, etwa 1 km weiter östlich der Stock von Eiersdorf und ein Bildstock mitten in Kühnsdorf. Die künstlerische Gestaltung des Stockes in Wabelsdorf geht auf das Jahr 1936 zurück.
Ursprünglich stand der Bildstock einige Meter von seinem heutigen Standort entfernt. Er musste infolge des Ausbaues der Packer Bundesstraße versetzt werden.
Täglich rasen Hunderte von Autofahrern an dieser Stelle vorüber, ohne den Kopf zu wenden und ohne zu wissen, dass in der Nähe des Bildstockes unter dem Asphalt die Pesttoten des Jahres 1715 liegen.

Quelle: Homepage der Pfarre Tainach (http://www.mjt.at/tainach.htm)

Motive / Inschriften

Im Osten: Muttergottes mit Kind
Im Süden: Gnadenstuhl
Im Westen: hl. Jakobus
Im Norden: Maria Magdalena

Gemeinde

Poggersdorf

Standort

B 70 - Packer Bundesstraße

Entstehungszeit

A. 18. Jh.

KünstlerIn

Switbert Lobisser

Eigentümer / Betreuer

Fam. Laure vulgo Hudic bzw. Hutz

Dazu im Lexikon