Auf einfachem Schaft liegt ein leicht vorragender Tabernakel mit vier Hochrechtecknischen. Es folgt ein ganz geringes Gesims und gleich das mit Schindeln gedeckte Pyramidendach, das ein Herz mit Kreuz und Strahlen krönt.
Dargestellt sind: Im Norden Maria Magdalena in der Höhle betend vor dem Kreuz und Totenkopf. Das Bild ist mit dem berühmten „SL“ signiert und, wie auch die anderen Bilder, mit dem Namen des dargestellten Heiligen versehen. Im Osten ist Maria mit dem Kind abgebildet. Unverkennbar trägt Maria die Züge der ersten Frau Lobissers, die er in vielen Bildern verewigt hat. Darunter stehen die Worte: „Heilige Mutter, bitt’ für uns!“ Im Süden ist ein Fresko entstanden, ganz so, wie es Lobissers ureigenster Art entsprach. Es zeigt Gottvater mit dem Gekreuzigten und dem Heiligen Geist in einem Regenbogen komponiert, über einem Bild von Wabelsdorf, wie es von der Straße aus damals zu sehen war. Im Westen steht der heilige Jakobus im Pilgergewand. Er trägt die Züge des seinerzeitigen Landwirtes Jakob Laure, vlg. Hutz. Seine Gattin Magdalena wurde auf der Nordseite verewigt. Alle Nischen sind mit ländlichen Ornamenten gerahmt.
Etwa 250 Bildstöcke stehen in Kärnten auf Massengräbern aus der Pestzeit. Auch das Lobisserkreuz in Wabelsdorf gehört dazu. Suitbert Lobisser (1878-1944), dessen Stärke eigentlich der Holzschnitt war, schuf eigenwillige Fresken an Häusern, Kirchen und Prunksälen, wie z. B. im Klagenfurter Landhaus und im Sommerrefektorium des Stiftes St. Paul i. L., dessen Chorherr er einst war.
Unter diesen al-fresco-Arbeiten befinden sich auch drei Bildstöcke, nämlich der genannte Stock in Wabelsdorf direkt neben der Packer Bundesstraße, etwa 1 km weiter östlich der Stock von Eiersdorf und der Bildstock mitten in Kühnsdorf. Die Ausschmückung des Stockes in Wabelsdorf stammt aus dem Jahre 1936.
Ursprünglich stand der Stock einige Meter von seinem heutigen Standort entfernt. Er musste infolge des Ausbaues der Packer Bundesstraße versetzt werden. Dieses Kreuz ist so einfach wie möglich errichtet, weist baulich nicht die geringste Ausschmückung auf und wirkt nur durch seine Art und die guten Bilder.
Täglich rasen Hunderte von Autofahrern an dieser Stelle vorüber, ohne den Kopf zu wenden und ohne Ahnung davon zu haben, dass in der Nähe des Stockes unter dem Asphalt die Pesttoten aus dem Jahre 1715 liegen.
Quelle: Homepage der Probsteipfarre Tainach(http://www.mjt.at/tainach.htm)
HL. Dreifaltigkeit - Gnadenstuhl
Hl. Jakobus
Hl. Maria Magdalena
Hl. Maria mit Kind
Völkermarkt
70 - Packer Bundesstraße
70 - Packer Bundesstraße
9131 Poggersdorf - Wabelsdorf
20. Jh.
Suitbert Lobisser
| Kategorie | Bildstöcke / Wegkreuze |
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