Unterhalb der Pfarrkirche Neu St. Leonhard an der Loiblstraße liegt die Leonhard Kapelle. Es handelt sich um einen mit einer Rundarkade ausgestatteten kleinen Bau mit einem schindelgedeckten Pyramidendach und einem Kreuz als oberen Abschluss. In dem altarartigen Einbau der Nische ist ein Römerstein eingelassen, der durch Ausnehmung und Verschluss mit einem eisernen Deckel samt Vorlegeblach zu einem Opferstock umgestaltet wurde. Auf dem Altartisch steht eine alte steinerne Leonhard Statue.
Öffentlich zugänglich.
Bereits zur Römerzeit wurden die Karawanken auf dem Weg von Virunum nach Emona - dem heutigen Laibach/Ljubljana - beim Loiblpass überquert. Zwei Altarfunde auf Kärntner Seite, beide der Göttin Belestis geweiht, belegen dies. Einer davon befindet sich in der Wegkapelle unterhalb der Kirche Neu-St. Leonhard im Loibltal, der andere an der Pfarrkirche in Unterloibl.
Im Inneren befinden sich eine spätgotische Leonhardstatue, vermutlich aus der Kirche Alt-St. Leonhard, welche heute nur mehr als Ruine besteht, und ein römischer Weihealtar, eine so genannte Ara. Die Inschrift auf diesem Altar besagt, dass ein gewisser Tapponius Macrinus sich, seinem geliebten Weib Julia und den Seinen diesen Stein zur höheren Ehre der Göttin Belestis errichten ließ.
Ferlach
Die Kapelle steht am Fuß des Kirchbichls in Neu-St. Leonhard im Loibltal.
St. Leonhard im Loibltal
9163 Loibltal
| Kategorie | Kapellen / Kreuzwege |
| Gemeinde | Ferlach |