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Kulturstätte der Heimat

Foto: Archivfoto Gemeinde Gurk

Ehemalige Domkapitelsäge vor der Renovierung

Haus der Heimat - Bild 1

Haus der Heimat - Bild 2

Haus der Heimat - Bild 3

Foto: Archivfoto Gemeinde Gurk 2006

Kulturstätte der Heimat 3

Haus der Heimat - Bild 4

Foto: Archivfoto Gemeinde Gurk 2006

Kulturstätte der Heimat, Dachkonstruktion

Haus der Heimat - Bild 5

Foto: Archivbild Gemeinde Gurk 2006

Kulturstätte der Heimat, Museum

Haus der Heimat - Bild 6

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2006

Kulturstätte der Heimat, Beschilderung

Haus der Heimat - Bild 7
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Beschreibung

Neben einem Notariat, einem Frisiersalon, einem Solarium und einer Motorradwerkstätte ist im ehemaligen Sägewerksgebäude im Ortszentrum von Gurk seit 1998 eine Gedenkstätte der in Kärnten ansässigen volksdeutschen Heimatvertriebenen untergebracht.

Der 2- geschossige Massivbau mit einem steilen Krüppelwalmdach, geht in seiner Bausubstanz auf einen ehemaligen Schüttkasten des 17. Jhs. zurück. Das heutige Aussehen erhielt das Gebäude bei seinem Wiederaufbau nach einem Brand 1820. Es besitzt ein bemerkenswertes Pfettendach aus der 1. H. d. 19. Jhs. In den Giebelfeldern besitzt es querrechteckige, gestaffelte Ziegelgitteröffnungen. An der Südostecke befindet sich ein Wappenstein (bezeichnet 1691) des Bauherren Dompropst Johannes V. Wolfgang Lichtenstock von Liechtenheim (1688 - 1692). Im 19. und 20. Jh. wurde das Gebäude als Sägewerk genutzt, schließlich 1992 von der Gemeinde angekauft und saniert.

Das Gebäude besitzt eine Ost-West-Ausrichtung.

Es ist denkmalgeschützt.

Legende, Geschichte, Sage

Die Kulturstätte der Heimat ist im alten Sägewerksgebäude des Domkapitels untergebracht, welches wiederum an der Stelle eines früheren Wirtschaftsgebäudes des Domkapitels, das 1587 bis 1589 unter Dompropst Karl von Grimming erbaut worden war, steht. Nach einem Brand 1820 wurde die Anlage 1821 in seiner heutigen Form wieder aufgebaut. Das Haus diente als Wirtschaftsgebäude und vermutlich auch als Schüttkasten für die Getreideabgaben der Domkapitel-Untertanen.

Um 1900 wurde hier neben dem neu entstandenen Bahnhof von der Firma Hölbling ein Lohwerk zur Herstellung von Gerbstoffen aus Rinden für die Ledererzeugung betrieben. Das für die Produktion nötige Wasser sammelte man in zwei Teichen nördlich (Marteich) und nordöstlich (Hemmateich) des Gebäudes. Diese Teiche wurden erst 1974 im Zuge des Straßenbaus zugeschüttet.

1923 verkaufte das Domkapitel das Bauwerk der Firma Hölbling. Diese richtete hier nun ein sehr leistungsfähiges, mit Strom betriebenes Sägewerk ein. Der Betrieb ging 1933 in Konkurs und das Gebäude kam wieder in den Besitz des Domkapitels. In den folgenden Jahrzehnten wurde das Sägewerk von drei aufeinanderfolgenden Firmen betrieben, darunter der Firma Funder aus Mölbling. Von 1953 bis 1992 hatte hier schließlich das Domkapitel selbst einen Sägewerksbetrieb. Das Gebäude wurde dann 1992 von der Gemeinde angekauft und renoviert und hier dann in den oberen Räumlichkeiten 1998 eine Gedenkstätte (Museum) für die Heimatvertriebenen eingerichtet.

Die großen Räumlichkeiten in den oberen Geschoßen werden inzwischen immer wieder für kulturelle Veranstaltungen genutzt.

Gemeinde

Gurk

Standort

Das Gebäude befindet sich im Ortszentrum neben dem Zwergenpark.
Hemmaweg 5
9342 Gurk

Entstehungszeit

17. Jh.

Eigentümer / Betreuer

Marktgemeinde Gurk

Dazu im Lexikon