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Kriegs-Beobachtungsposten am Kapunar

Foto: Karla Oder 2009

Betonfundament vom Beobachtungsposten

Kriegs-Beobachtungsposten am Kapunar - Bild 2

Beschreibung

Heute ist vom Beobachtungsposten nur mehr das Betonfundament übrig geblieben, in welchen die Stüzpfeiler verankert waren.

Legende, Geschichte, Sage

Im Jahr 1938, im Jahr des Anschlusses, kam es zu Spannungen an der Grenze des Königreichs Jugoslawien und Österreich, weshalb die Jugoslawische Armee einen hölzernen Beobachtungsposten errichten ließ, welcher über 30 m hoch war. Der Hochsitz war sogar mit einem Blitzableiter und einer Antenne ausgerüstet. Bei der Untersuchung des Gebiets, auf dem sich der Beobachtungsposten befand, entdeckte man die Betonfundamente, in welche die Stützpfeiler verankert waren. Auf dem Hauptfundament fand man die eingemeißelte Jahreszahl 1937, was die Aussagen der Einheimischen bezüglich des Baujahrs bestätigt. Bei Ausgrabungen und Untersuchungen fand man eine Kupferlitze mit einem Durchmesser von 8–10 mm, die als Blitzableiter gedient haben könnte. Der Beobachtungsposten war aufgrund seiner Lage in schwer zugänglichem Gebiet sehr interessant und auch deshalb weil man von ihm aus Aussicht über die gesamte Gegend auf der österreichischen Seite hatte.
Dieser Posten war nicht der einzige in der Umgebung, es gab noch einen weiteren in der Nähe der Kirche des hl. Pankratius. Dieser unterscheidet sich aber in seiner Bauweise Kapunar-Posten.

Quelle: Mirko Kogelnik (2009).

Motive / Inschriften

Inschrift des Baujahrs (1937)

Gemeinde

Radlje ob dravi

Standort

An der Grenze zwischen Österreich und Slowenien, am Kapunar
Kapunar
2360 Radlje ob Dravi

Entstehungszeit

1937

Dazu im Lexikon