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Kreuzkapelle

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2010

Kreuzkapelle 1

Kreuzkapelle - Bild 1

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2010

Kreuzkapelle 2

Kreuzkapelle - Bild 2

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2010

Kreuzkapelle, steinerner Christus

Kreuzkapelle - Bild 3

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2010

Kreuzkapelle, Votivbild

Kreuzkapelle - Bild 4

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2010

Kreuzkapelle, Inschrift 1

Kreuzkapelle - Bild 5

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2010

Kreuzkapelle, Inschrift 2

Kreuzkapelle - Bild 6

Foto: Monika Gschwandner-Elkins 2010

Kreuzkapelle, gegenüberliegender Kapellenstock

Kreuzkapelle - Bild 7
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Beschreibung

Die dreigeteilte Kreuzkapelle am östlichen Ortsrand von Arnoldstein, dort wo einst die Handelsstraße über Tarvis nach Süden führte, fällt auf den ersten Blick durch ihren eigenwillligen Bau auf. In ihren Mauern, die auf einem Felsen über einem Bach errichtet sind, birgt sie so manche Kostbarkeit und Kuriosität.

Das Obergeschoss dieser Filialkirche, die obere Kapelle, wurde im Jahre 1659 von Abt Nonnosus in Auftrag gegeben. Sie wurde auf einem Felsen errichtet. Die ihr vorgelagerte untere Kapelle, deren Fundamente übrigens von einem Bach umflossen wird, zeigt uns eine weitere Besonderheit. Aus dem gleichen Felsen, auf dem die obere Kapelle steht, soll der Legende zufolge der gekreuzigte Christus herausgewachsen sein. Der Altaraufsatz zeigt uns heute noch einen aus Stein gemeißelten Gekreuzigten.

Fest steht, dass ein Steinmetz zu Beginn des 16. Jhs. diese massive Skulptur aus dem Felsen geschlagen hat.

Abt Benedikt soll jedenfalls im Jahre 1529 zum Schutze des Gekreuzigten und zum Zeichen der Dankbarkeit für einen vom Blitz verschonten Bauer die untere Kapelle als Anbau an diesen Felsen in Auftrag gegeben haben. An der Außenseite der Kapelle veranschaulicht ein interessantes Fresko, ein Votivbild, diese Szene. Der Bauer kniet und dankt Gott. Mit ihm knien auch sein Pferd und die Ochsen, die einen mit zwei Fässern beladenen Wagen gezogen haben. Darunter steht zu lesen: „Durch einen glantz das Viech hier zu Boden fällt, doch Gott es dem Bauern ohne Schaden erhält. Das dadurch Abt Benedikt bewegt das Kreuz ausbaut, zu dessen Ehr die Kapelle ist auf Stein gebaut.“ Andere Fresken und Votivbilder zeigen den Schauplatz der Handlung, die Gegend um Arnoldstein.

Bevor man den hohen Kapellenraum in der oberen Kapelle mit seinem reichhaltigen Gemäldeschmuck erreicht, durchquert man eine Säulenvorhalle aus der Renaissancezeit, entstanden um 1666.

Gegenüber auf der anderen Straßenseite befindet sich eine kleine erneuerte Kapelle mit einem spätbarocken Bild Kreuztragung Christi.

Öffentlich zugänglich.

Legende, Geschichte, Sage

Vermutet wird, dass dieser Ort eine Stätte heidnischen Aberglaubens war, den man durch den Bau der Kapelle sozusagen christianisieren wollte.

Motive / Inschriften

Das Altarbild im Kapelleninneren zeigt die Schmerzen der Gottesmutter Maria angesichts ihres gekreuzigten Sohnes.
Maria liegt scheinbar ohnmächtig auf dem Boden, neben ihr sind zwei weitere Frauengestalten zu erkennen. Eine dritte Person hält das im Sinken begriffene Kreuz fest.
Die Wandbilder links und rechts ergänzen das Bild inhaltlich.

Gemeinde

Arnoldstein

Standort

Kreuzkapellenweg
Kreuzkapellenweg
9586 Arnoldstein

Entstehungszeit

1659

Eigentümer / Betreuer

Pfarre Arnoldstein