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Klieninger Sauerbrunn

Foto: Norbert Cech 15.07.2010

Eingang zur Heilquelle

Klieninger Sauerbrunn - Bild 1

Foto: Norbert Cech 15.07.2010

Eingang zur Heilquelle

Klieninger Sauerbrunn - Bild 2

Foto: Norbert Cech 15.07.2010

Quellkammer

Klieninger Sauerbrunn - Bild 3

Foto: Norbert Cech 15.07.2010

Auslaufstutzen

Klieninger Sauerbrunn - Bild 4

Foto: Norbert Cech 15.07.2010

Blick in den Bergswerksstollen

Klieninger Sauerbrunn - Bild 5

Foto: Norbert Cech 15.07.2010

Blick aus der Quellkammer

Klieninger Sauerbrunn - Bild 6

Foto: Norbert Cech 15.07.2010

Heilwasser - Klieninger Sauerbrunnwasser

Klieninger Sauerbrunn - Bild 7
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Beschreibung

In einem kleinen Brunnenhaus befindet sich die Quellfassung des Klieninger Sauerbrunns. Am Eingang eines alten Bergwerksstollens ist das Mineralwasser heute allen zugägnglich.

Legende, Geschichte, Sage

Der Klieninger Sauerbrunnen ist eine der bemerkenswertesten Quellen des oberen Lavanttales. Das wohlschmeckende und besonders erfrischende Wasser kommt
unweit der Ortschaft Kliening, am Fuße des so genannten „Wasserbühels“, in einem kleinen Brunnenhaus zum Vorschein. (Vor einiger Zeit wurde die Quelle gefasst, umgeleitet und ist jetzt im vorderen Bereich eines aufgelassenen Bergwerksstollens für jedermann zugänglich.) Seit Jahrhunderten sagt man dem Sauerbrunn eine stärkende Wirkung auf Körper und Geist nach. Bekannt ist aber auch, dass das Klieninger Sauerwasser nach seiner Abfüllung in Flaschen nur sehr begrenzt haltbar ist. Schon nach wenigen Tagen verfärbt es sich goldgelb bis braun und wird ungenießbar. Aus diesem Grund wurde das Klieninger Wasser, im Gegensatz zum Preblauer Sauerbrunnen, niemals wirtschaftlich genutzt.
Mit dem Sauerbrunnen ist auch die Jahrtausende alte Bergwerkstradition des Klieninger Gebietes eng verbunden. An den Ufern des Klieningbaches, der einer der wichtigsten Nebenbäche der Lavant ist, haben vor über zwei Jahrtausenden schon Kelten und Römer goldhältige Sandablagerungen wirtschaftlich genutzt. Im Mittelalter und in der früheren Neuzeit erlebte der Bergbau nach Gold und Silber seine große Blütezeit. Im 15. und 16. Jahrhundert wurden in Kliening hunderte Gruben und Stollen betrieben. So mancher klingende Grubenname von damals ist noch heute bekannt: Z.B. der alte „Römerstollen“ oder die Gruben „Zum Morgenstern“ und „Zum Creitz“. Alte Aufzeichnungen verraten, dass in einer Tonne Hauwerk bis zu 59 Gramm reines Gold zu finden waren.
Unter den reichen Gewerken, die damals dem „Klieninger Goldrausch“ erlagen, waren auch Mitglieder der berühmten Augsburger Kaufmannsfamilie Fugger, die in der montanindustriell so ergiebigen Region bald dutzende Stollenbetrieben und in der Zeit hunderte Bergleute beschäftigten. Als in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts der Bergsegen von einst allmählich erschöpft war und die Arbeit in den Stollen und Gruben eingestellt werden musste, brach für die Bevölkerung des oberen Lavanttales eine wirtschaftlich sehr schwierige Zeit an. Es sollte über 200 Jahre dauern, bis man diesen Verlust einigermaßen verschmerzt hatte. In den achtziger Jahren des 20. Jh. wurde bei Probebohrungen festgestellt, dass es in Klienning nach wie vor Goldvererzungen gibt.
Eine neuerliche wirtschaftliche Nutzung wäre heute jedoch unrentabel.
W. Thelian

Gemeinde

Bad St. Leonhard im Lavanttal

Standort

Kliening, am Fuße des so genannten „Wasserbühels“
Klippitzthörbundesstraße
9462 Bad St. Leonhard - Klienning

Entstehungszeit

Mittelalter

Eigentümer / Betreuer

Stadtgemeinde Bad St. leonhard

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