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Kirche der Hll. Hermagoras und Fortunat

Foto: Vinko Skitek 2010

Kirche der Hll. Hermagoras und Fortunat - Bild 1

Foto: Vinko Skitek 2010

Kirche der Hll. Hermagoras und Fortunat - Bild 2

Foto: Vinko Skitek 2010

Kirche der Hll. Hermagoras und Fortunat - Bild 3
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Beschreibung

Die im Barock umgebaute Kirche ist einschiffig mit einem schmalen, ungegliederten Kirchturm, der vor der Westfassade steht. Im Osten ist das gotische Presbyterium mit 5/8-Schluss, das keine Stützpfeiler hat. Dennoch schmücken die abgeschlossenen Seiten Zackenfriese, die bei der Renovierung im Jahr 1994 rekonstruiert wurden.
Die Kirchenportale und Fenster sind neugotisch. Vom ursprünglichen Bau (15. Jh.) ist der lange gotische Chor erhalten, der enger als das Schiff ist und der von einem hohen Sockel umgeben wird. Aus der Gotik stammt auch das Sternengewölbe mit den Schlussteinen im Presbyterium.
Die Innenausstattung stammt aus der zweiten Hälfte des 19. Jh., die älteren Stücke fielen Dieben zum Opfer. Erwähnenswert ist der gemalte Kreuzweg mit Inschriften in der alten slowenischen Schrift, der Bohoričica. Die Kirche der hll. Hermagoras und Fortunat ist schon jeher eine Filialkirche der Kirche der hl. Margarethe in Kotlje.

Legende, Geschichte, Sage

Legende von der Entstehung der Kirche
Urpünglich war die Kirche eine Wallfahrtskirche, was auch eine Legende besagt. Es heißt, dass noch bevor die Heilige Ursula ihr Kirchlein am Berg Uršlji gora gehabt hatte, eine Kirche in den Felsen des Plešivec stand, die dem hl. Hermagoras geweiht war und dass dorthin massenweise Pilger kamen. Eines Tages im Sommer pilgerten dorthin auch zwei alte Frauen. Die Sonne brannte herab, der Weg war anstrengend und die Frauen beschlossen am Šrotnekar-Grund Halt zu machen, um zu rasten. Šrotnekar war Großgrunbesitzer, der von allen Bauern den Zehent abverlangte. Während der Rast klagten die Frauen, wie schwer denn das Leben auf der Erde sei. Die erste jammerte, dass man Kerker landen würde, wenn man den Zehent nicht zahlen könnte und die zweite jammerte, warum das Kirchlein des hl. Hermagoras so hoch im Felsen steht und nicht am Šrotnekar-Grund. Letzendlich schlummerten sie vor Müdigkeit ein. Als sie aufwachten, waren sie mitten in der Kirche und um die beiden waren unzählige Pilger aus fremden Ländern. Dort, wo die Kirche ursprünglich stand, blieben nur Felsen übrig, die heute Šmohorjeve peči (Hermagors-Felsen) genannt werden.

Im Mittelalter war die Kirche des hl. Hermagoras Teil der zerfallenen Festung Šmohor (Hermagor). Der Kirchturm war zugleich auch der höchste Beobachtungspunkt.

Motive / Inschriften

Zackenfries an den Ecken und um die Fester

Gemeinde

Ravne na Koroškem

Denkmalschutznummer

EŠD 3077

Standort

Steht westlich der Straße Kotlje-Podgora
Podgora
2394 Kotlje

Entstehungszeit

Zweite Hälfte des 15. Jh.; 18. Jh.; rest. 1994

Eigentümer / Betreuer

Pfarre Kotlje

Dazu im Lexikon